"Kontrolle" vs "Führung" in Beziehungen

Shownotes

  • Kontrolle in Beziehungen - warum Kontrolle entsteht und wie sie wirkt
  • Führung vs Kontrolle - der Unterschied zwischen Orientierung und Macht
  • Dominanz als Unsicherheit - warum Dominanz oft innere Schwäche kaschiert
  • Kontrollbedürfnis - wie Überforderung zu Kontrollmustern führt
  • Starker Partner - was Menschen wirklich suchen, wenn sie "Stärke“ sagen
  • Sehnsucht nach Stabilität - warum wir Stabilität mit Führung verwechseln
  • Alpha Narrative - wie" Alpha“-Inszenierungen Unsicherheit überdecken
  • Klassische Rollenbilder - warum alte Rollenbilder oft aus Angst entstehen
  • Kontrolle zerstört Nähe - wie Kontrolle Beziehungen gefährdet
  • Selbstregulation - warum echte Stabilität immer innen beginnt
  • Emotionale Überforderung - der Kern von Kontrollmustern
  • Grenzen setzen - erste Schritte für Menschen, die Kontrolle erleben
  • Unsicherheit erkennen - erste Schritte für Menschen, die Kontrolle ausüben
  • Beziehungsdynamiken verstehen - wie Missverständnisse über Stärke Muster prägen
  • Stabilität statt Dominanz - was Beziehungen wirklich trägt

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00:00:00: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge des Podcasts Glücklich, Lieben und Leben.

00:00:06: Mein Name ist Stephanie und in der heutigen Folge möchte ich darüber sprechen warum viele Menschen glauben dass sie sich nach einem starken Partner und Nachführung in einer Beziehung sehen.

00:00:18: Wonach Sie in Wirklichkeit eigentlich suchen und wie daraus oft ein Kontrollverhältnis entsteht das Beziehungen eher instabil macht als dass es Sicherheit oder Geborgenheit vermittelt.

00:00:31: In meiner Zusammenarbeit mit Klienten erlebe ich immer wieder Muster im Dating, gerade bei Frauen die darauf hindeuten dass sie sich nach einem starken Partner sehnen.

00:00:47: und wenn wir von einem starkem Partner sprechen sind in der Regel verschiedene Dinge damit gemeint einmal das er verlässlich ist und damit unser Nervensystem beruhigt, da es uns Sicherheit gibt zu wissen woran wir sind.

00:01:06: Und wann diese Person sich mit uns trifft und dass sie dann auch dann da ist.

00:01:12: Klarheit, mit der wir Orientierung spüren das wir nicht verwirkt sind, dass wir diese Person kennen und wissen worin wir sind Dass wir uns Stabilität in dieser Person wünschen vor allem gerade im Kommunikationsverhalten und dass sie nicht unberechenbar ist, was auch bedeutet das sie reguliert ist emotional in der Kommunikation.

00:01:40: Dass wir uns sicher fühlen und ein Gespräch kein Minenfeld ist, dass diese Person konstant ist, verfügbarkeit also nicht heute sich zwanzigmal melden und dann zwei wochen verschwinden sondern auch in der nähe dass sie uns nicht von sich weist oder uns mit kälte bestraft.

00:02:04: ein starker partner der ist auch psychologisch emotional reif Er trägt die Verantwortung für seine Emotionen selbst und wälzt sie nicht auf andere Menschen ab, die sich gefällig so zu verhalten haben.

00:02:21: Damit Sie nicht den Trigger oder die Wut auslösen.

00:02:25: Ein starker Partner ist selbst sicher der weiß wer ist und ist auch entsprechend brechenbar oder einschätzbar.

00:02:35: ein starker partner Entlastend für die mentale Last, die gerade Frauen in Beziehungen und in der Gesellschaft tragen.

00:02:46: Für sich selbst und für ihre Partner und für die Menschen um sich herum.

00:02:51: Da sie für die Beziehungspflege irgendwie zuständig zu sein schein'n Und jedermanns Gefühle beruhigen müssen und Eskalation deeskalieren und damit eben die emotionale Last auch von anderen Menschen tragen, auf ihren eigenen Schultern.

00:03:07: So ein Partner der eben verlässlich ist und reguliert und selbstsicher und Entlastung bietet so ein Partner wird als stark empfunden, als Partner bei dem man sich sicher fühlt und anlehnen kann.

00:03:24: Ich denke dass es vielleicht ein Klischee ist, das gerade Frauen so etwas bei einem Mann suchen.

00:03:31: Ich spreche es aber deswegen so klar an weil wie ich schon in der Folge Dark Romance angedeutet habe, gerade wir Frauen sind daher anfällig für toxische Männer die Kontrolle und Dominanz ausüben wollen, weil wir eben das mit Stabilität und Stärke verbinden.

00:03:54: Männer sich jetzt gerade in der Beschreibung, was sie sich unter einer stabilen und klaren verlässlichen selbstsicheren Partnern vorstellen ebenfalls wiedererkennen.

00:04:05: Kurz und gut!

00:04:07: Was eine Beziehung eigentlich braucht ist eben Stabilität, Klarheit, Ruhe, Entscheidungsfähigkeit.

00:04:16: Das kennen von uns viele gar nicht, weil wir oft nur Chaos und Kontrolle aus unserem Elternhaus kennen.

00:04:23: Und diese Dynamik damit in unsere Liebesbeziehungen übertragen.

00:04:27: Wir suchen aber in Wirklichkeit nicht kontrolliert werden.

00:04:32: Wir suchen Stabilität und Sicherheit die uns ein reguliertes Nervensystem beschert.

00:04:38: Und dieser Stabilitätsstärke Interpretieren wir, oder ich muss schon fast sagen misdiagnostizieren wir als Führung.

00:04:50: Nicht weil Wunsch nach Führungen in uns vorherrscht sondern nach Qualitäten die jemand hat der führt aber irgendwo an irgendeiner Stelle im Dating vor allem passiert ist dass wir diesen starken selbstsicheren Partner, also diese Qualitäten die wir mit einer Führungspersönlichkeit verbinden nur bei Menschen vorfinden.

00:05:13: Die Kontrolle ausüben und Kontrolle führt sich natürlich auch stabil an und ist natürlich auch stärker aber nicht eine positive Stärke sondern eine negative Machtstärke.

00:05:28: viele von uns kennen echte innere Stabilität Also diese Qualität die wer bei jemandem der führt annehmen.

00:05:35: die kennen wir eigentlich gar nicht.

00:05:38: Jemand, der entschieden ist und entschlussfreudig und selbstbewusst auftritt, der wirkt automatisch stark und führend.

00:05:46: aber oft sind diese Qualitäten nur vorgetäuscht.

00:05:50: zum Beispiel Rollenbilder, die wir heute immer noch haben propagandieren das ein starker Partner die Richtung vorzugeben hat Und dass es bloß ein Narrativ.

00:06:00: Das ist ein künstlich erschaffendes Konstrukt.

00:06:03: Wir brauchen doch keine Rollenbilder, die uns sagen dass wir unseren Selbstwert erkennen dürfen und dass wir keine Angst davor haben müssen uns anderen gegenüber zu öffnen.

00:06:12: Ganz im Gegenteil!

00:06:13: Die Rollen bilder sorgen ja erst dafür das jeder eine Rolle spielt und nicht er selbst ist und angst davor hat sich zu zeigen wie er ist weil er sonst als schwach bewertet und ausgelacht wird.

00:06:25: Wer sowieso schon in seinem Elternhaus oder in früheren Beziehungen kennengelernt hat, dass chaotisches und unberechenbares Verhalten normal ist der verwechselt eben Ruhe und Klarheit und Stabilität mit Autorität.

00:06:42: Obwohl das ja eigentlich der Normalzustand sein sollte ruhig zu sein und klar und stabil.

00:06:48: Menschen, die heutzutage gerade im Business viel Verantwortung tragen vor allem mentale Verantwortung, sie sehnen sich auch mal nach Entlastung.

00:06:58: Wenn Sie sich nach Entlastung sehen und sich auch einmal einen Partner wünschen der sich nicht nur selbst tragen kann sondern auch hin und wieder mal unsere Last abnehmen kann dann meinen sie eigentlich ein Partner der emotional stabil ist eigenverantwortlich Kontrollfreak, wir alle fühlen uns mal über uns selbst unsicher oder fühlen und schwach.

00:07:23: Und dann suchen wir jemanden der weiß wo es lang geht.

00:07:27: aber wir wollen ja niemanden der uns kontrolliert.

00:07:30: Wir wollen ja eigentlich nur Klarheit.

00:07:33: Aber wenn wir Klarheit in unserer Kindheit nur gelernt haben dass die mit Dominanz einhergeht und mit Strafe Dann verwechseln wir auch später als Erwachsener Dominanz und Kontrolle als Schutz, weil wir das so aus unserer Kindheit kennen.

00:07:50: Wir werden geführt mit dieser Dominanz!

00:07:53: Und dass wir gerade bei Dark Romance zum Beispiel auch darüber sprechen, dass auf ungesunder Art und Weise Dominanz romantisiert wird rundet das gesamte Bild ab.

00:08:05: einige von uns, obwohl wir uns eigentlich nur einen starken eigenverantwortlichen Partner wünschen.

00:08:10: Der Qualitäten hat die ein Mensch hat der andere führt das wird dann an solche toxischen kontrollierenden Partner geraten.

00:08:20: und dass eigentliche faszinierende an dieser Kontrolle ist ja eigentlich was das überhaupt ist woher sie überhaupt kommt dieses Bedürfnis jemandem zu kontrollieren denn das perfide daran ist Das Kontrolle, das Bedürfnis jemanden zu kontrollieren eigentlich keine Stärke ist sondern einem zutiefst ängstlichen unsicheren vermeidenden und instabilen Nervensystem entspringt.

00:08:50: Zum Beispiel aus der Angst Nähe zu verlieren oder verlassen zu werden oder emotional überfordert zu sein kontrollieren wir unseren Partnern.

00:09:01: Wir kompensieren unsere innere Unsicherheit durch dieses Gefühl der Sicherheit, wenn man alles einschließlich anderer Menschen unter Kontrolle hat.

00:09:14: Das gibt uns Sicherheit und dieses innerliche Gefühl von Schwäche also von geringem Selbstwertgefühl und von Ängsten und Unsicherkeit kompensieren wir oder müssen sogar sagen überkompensieren also mit dieser äußeren Dominanz, mit dieser kontrollierenden Dominanz.

00:09:37: In Grunde schützen Dominanz und Kontrolle lediglich ein sehr fragwiles Ego!

00:09:44: Und Dominanz- und Kontrollen verhindern sich, verletzlich zeigen zu müssen aber hält halt eben auch andere auf Abstand.

00:09:51: Es kann keine Nähe entstehen kein Vertrauen, kein sicheres Gefühl wenn wir über jemandem bestimmen Wenn wir jemanden kontrollieren Wo hingegen Kontrolle ja im Grunde eigentlich nur eine Machtillusion ist.

00:10:07: Du denkst, du hättest die Macht weil du dich ohnmächtig fühlst und hilflos und ausgeliefert aber du hast nicht wirklich die Macht.

00:10:16: vielleicht kurz vielleicht in Situationen Aber nie dauerhaft Weil macht eben Nähe zerstört Vertrauen zerstört das Sicherheitsgefühl in deinem Partner zerstören Und der wird über kurz oder lang zu sehen dass er die Flucht vor dir ergreift.

00:10:30: Menschen also, die sich stark auf eine gewisse Art und Weise inszenieren – egal ob das als Alpha ist oder als dominanter Partner oder als jemand der klassische Rollenbilder überbetont.

00:10:45: So ein Mensch zeigt keine Stärke sondern Unsicherheit!

00:10:51: Weil wie ich sage, Kontrolle und Dominanz sind kein Ausdruck von Stärke.

00:10:56: Sie sind ein Ausdruk von fehlender Fähigkeit zur Selbstregulation und selbst Führung.

00:11:04: Ich habe ja schon gesagt, dass das für Probleme hervorrufen kann in einer Beziehung wenn wir Kontrolle ausüben.

00:11:11: Es zerstört Vertrauen es zerstört das Gefühl der Sicherheit unseres Partners in uns ist zerstören die vertrauensvolle Nähe Und zwar auf zweifache Art und Weise einmal das Vertrauen Auf der Seite der Person die kontrolliert.

00:11:28: Sie kontrolliert ja, weil sie der anderen Person nicht vertraut und es zerstört das Vertrauen auf der anderen Seite also bei unserem Partner oder unser Partnerin.

00:11:39: Weil wir dieser Person suggerieren dass wir sie nicht sein lassen können wie sie eigentlich ist sondern sie muss sein und muss handeln so wie wir das von ihr wollen!

00:11:49: Weil wir sonst zerbrechen, weil wir sonst ängstlich werden.

00:11:53: Das schwierigste aber daran, wenn wir Kontrolle auf unseren Partner ausüben ist dass es Druck erzeugt.

00:12:02: Und wenn wir Druck ausübe erzeug das immer passiv oder aktiv gegen Druck oder Rückzug.

00:12:12: entweder Kampf oder die Nähe geht verloren.

00:12:16: irgendwann wird das eskalieren.

00:12:18: dieser ständige Aufrichterhaltung von Kontrolle und Dominanz kann nicht von einem autaten Menschen, die wir alle sind, dauerhaft ertragen werden.

00:12:29: Der Partner kann vielleicht runterschlucken und schweigen oder sich zurückziehen aus der Nähe oder aufbegehren und kämpfen so oder so.

00:12:38: Es wird irgendwann eine Eskalation in dieser Beziehung geben.

00:12:41: es wird nie besser werden!

00:12:43: Es wird nie normal sein für den kontrollierten Partner diese Kontrolle zu ertagen nicht auf Dauer Und dann wird die Beziehungen irgendwann enden.

00:12:52: Aber auf jeden Fall zerstört Dominanz und Kontrolle ein Verhältnis auf Augenhöhe- und Gleichberechtigung.

00:13:00: Es entsteht ein Machtgefälle, die Balance zwischen beiden Partnern geht verloren.

00:13:07: Und ich weiß es gibt einige Menschen, die denken so funktionieren Beziehungen So sind die Rollenbilder.

00:13:13: einer der führt und hier geht's wie gesagt nicht um eine gesunde Führung im Sinne von Stabilität und Verlässlichkeit und Klarheit, sondern es geht um Kontrolle.

00:13:23: Wenn jemand sagt Ich bin der Mann ich führe Der spricht von Kontrolle Und von der Frau die wir ein kleines Kind geführt und kontrolliert werden muss.

00:13:33: Aber so funktionieren Beziehungen nicht auf Dauer.

00:13:36: Sobald ein Machtgefälle ins Spiel kommt wie's im übrigen auch der Fall ist wenn sehr viel ältere Partner mit jüngeren Partnern zusammen sind Die sind sich nicht eben bürtig Die sind sich nicht gleichberechtigt von der Lebenserfahrung her und von der Werterausbildung, der Identitätsausbildung.

00:13:55: Und auch Lehrer und Schüler oder Vorgesetzter und Sekretärin – das sind alles Machtgefälle!

00:14:01: Das sind Asymetrien in Beziehungen.

00:14:04: Und Asymetrien in beziehungen führen immer, früher oder später zur Instabilität einer Beziehung zu verringerten Vertrauen zurückzug emotional und auch aus der Intimität, und früher oder später zum Ende.

00:14:20: Es mag Beispiele dafür geben wo das anders sind aber ist es eher die Ausnahme oder es sind halt nur zeitlich Befristete?

00:14:29: wer sich ein Partner wünscht mit dem er viele Jahrzehnte glücklich und gesund zusammenleben möchte Der wird eine Partnerschaft auf Augenhöhe brauchen Und damit ihr versteht, was ich da mit meine.

00:14:43: Wie denn eigentlich auf natürliche Art und Weise?

00:14:46: Ohne Zwang!

00:14:47: Einfach wenn man es fließen lässt.

00:14:48: Weil so ergeben sich nämlich natürliche Dinge ohne Zwang.

00:14:52: nur dass man es fliessen lässt Wenn man eine natürlichen und gesundfließende Stabilität in einer Beziehung mit Zukunft haben möchte.

00:15:00: Die zeigt sich eben durch Emotional stabile Partner die aus Innerer Ruhe handeln, ohne Druck und ohne Drama und ohne Überreaktion auf beiden Seiten.

00:15:13: natürlich Partner die sich und ihre Emotionen selbst regulieren und halten können.

00:15:20: Und damit die Verantwortung für die Regulation ihrer Gefühle nicht an den Partner ausladern.

00:15:28: Partner die klar kommunizieren verlässlich und brechenbar und gemäß ihrer Worte handeln, und nicht das eine sagen oder das andere tun.

00:15:40: Partner die mit ihrem Partner in Kontakt bleiben und sich nicht physisch oder emotional zurückziehen und damit dann den Partner im Unklaren lassen.

00:15:50: Partner, die ihr Verhalten und ihre Muster reflektieren und an ihnen arbeiten, statt sie nur zu rechtfertigen und zu verteidigen und nichts damit zu tun.

00:16:02: All diese Eigenschaften bieten Partner die Nähe-, Klarheit-, Orientierung- und Sicherheit in die Beziehung bringen – und damit Stabilität!

00:16:16: In einer stabilen, ausgewogenen Partnerschaft gibt es keinen Druck.

00:16:20: Keine Kontrolle!

00:16:22: Und erst recht ist keine Dominanz nötig.

00:16:25: Alles fließt von allein.

00:16:26: Jeder sorgt für sich selbst und für den anderen – und lässt den Andern so sein wie er ist?

00:16:32: – und ist klar darüber wer er selbst ist nicht nur in Worten sondern auch Taten.

00:16:37: Das ist eine natürlich fließende und gesunde Stabilität in einer Beziehung.

00:16:43: Hast du sowas schon mal

00:16:44: erlebt?!

00:16:45: In deinem Elternhaus bei deinen Eltern, in deinem Bekanntenkreis oder in deinen eigenen Beziehungen?

00:16:51: Vermutlich nicht.

00:16:52: Weil die wenigsten halt eben das spüren!

00:16:57: Weil viele von uns aus der Kindheit rausgehen – aus diesem Machtgefälle vom Kind – dass machen muss was die Eltern sagt und die Eltern ohne Rücksicht auf das Kind ihre eigene Identität ausleben, ihre eigenen Erwartungen auf das kind übertragen.

00:17:14: Darüber habe ich im Übrigen auch ausführlicher gesprochen in der Podcast-Folge Nummer fünfzehn, wenn du den Kontakt zu deinen Eltern abprässt.

00:17:22: Da habe ich beschrieben was wir eigentlich von unseren Eltern erwarten dürfen sollten und die wenigsten von uns eigentlich bekommen Was dann dafür sorgt dass das unser Vorbild dafür wird was wir später in Liebesbeziehungen akzeptieren.

00:17:38: Und wenn ihr das, was ich jetzt dir erzählt habe zu einer stabilen und natürlichen Beziehung fremd vorkam dann sich möglicherweise deswegen weil du das auch schon in deiner Kindheit mit deinen Eltern nicht erlebt hast.

00:17:50: Nichtsdestotrotz ist es meines Erachtens dass wie eine Beziehungen aufgebaut sein sollte die eben eine Zukunft hat solltest du jetzt festgestellt haben, dass du jemand bist der in der Vergangenheit und früheren Beziehungen oder in der aktuellen Beziehenung einen Machtgefälle akzeptiert hat.

00:18:09: Und auch wenn du unglücklich bist oder war es darin geblieben bist?

00:18:13: Oder wenn du jemand bis er erkennt hat, erkannt hat... Oh!

00:18:17: Ich glaube ich neige doch etwas dazu meinen Partner zu kontrollieren.

00:18:21: Dann möchte ich dir versichern Du bist nicht allein damit.

00:18:26: Teil eines Kontrollsystems, will ich es mal nennen, ist nämlich menschlich und kein Zeichen von persönlichen Versagen!

00:18:38: Das hast du so beigebracht bekommen, das hast du vorgelebt bekommen, dass hast du gelernt.

00:18:44: An irgendeiner Stelle warst du überfordert An irgendeiner Stelle wart ihr beide überfordert.

00:18:51: Und der eine hat das kontrollierende Verhalten gelernt, um sich selbst zu schützen und der andere hat gelernt dass er sich unter kontrollierendem Verhalten zu ducken und zurückzunehmen hat und dass das der Schutz ist den er verdient hat.

00:19:06: In ein solches Kontrollsystem entweder als ausübender oder als empfangener zu geraten Ist kein fehlerhafter Charakterzug.

00:19:16: Es ist ein Erlerntes Muster, das erst entsteht wenn unsere innere Unsicherheit nicht anders reguliert werden kann.

00:19:27: Nur um das klar zu machen die Fähigkeit sich und seine Unsicherkeit und die damit einhergehenden Gefühl zu regulieren ist erlernbar und trainierbar!

00:19:39: Niemand muss für immer kontrollieren oder kontrolliert werden.

00:19:45: der erste Faktor, damit es für dich besser wird ist wie immer in allem erstmal Bewusstwerdung.

00:19:53: Bewusstwertung über unsere eigenen Muster und dafür habe ich die Folge erstellt und ich hoffe vielleicht möglicherweise wenn du zu der einen oder anderen Seite eines solchen Kontrollsystems gehörst Dass du dich hier irgendwo erkannt hast und vielleicht auch irgendwas sich in dir bewegt hat, wo du gesagt hast Ja da möchte ich gerne nochmal ein bisschen genauer drüber nachdenken.

00:20:17: Und das ist schon mal der erste Schritt darüber nachdenkt bewusst werden Und wenn du dann in eine solche Situation kommst, wo du merkst das dich jemand kontrolliert oder wo du merkst dass du versuchst jemanden zu kontrollieren.

00:20:30: Mal innezuhalten und mal in die situation reinzufühlen und mal zu spüren was passiert hier eigentlich gerade mit mir oder durch mich?

00:20:40: Was für ein bedürfnis habe ich gerade hier eigentlich dadurch dass sich versuche Kontrolle oder Dominanz über meinen Partner oder meine Partnerin auszuüben Und dann darüber nachzudenken, was bedeutet das?

00:20:54: Dass ich Angst davor habe mich zu öffnen.

00:20:56: Das ich Angst vorhabe dass sie mir fremd geht!

00:20:59: Wie zeigt sich da unser Muster?

00:21:01: Woher kenne ich das eigentlich?

00:21:03: Warum denke ich, dass ich Angst haben muss?

00:21:07: Was hat dazu geführt, dass Ich angst davor Habe?

00:21:11: Und wie hat vielleicht mein Verhalten in der Vergangenheit gerade dazu geführt, dass ich da bestätigt wurde?

00:21:17: Weil das ist ja auch das Perfide daran.

00:21:20: Dass wir immer wieder bestätig werden, dass wir Angst davor haben müssen, dass uns jemand fremd geht.

00:21:25: Vielleicht weil wir gerade durch unser kontrollierendes Verhalten diese Nähe zerstören und das Vertrauen in uns zerstören und den anderen so einengen, dass er bei der sich erst besten Gelegenheit gegen diese ergreift um sich einmal frei zu fühlen!

00:21:40: Bei jemanden, der ihn nicht kontrolliert.

00:21:42: Der die Zügel frei lässt und diesen Menschen sein lässt wie er ist wo er sich mal ausleben kann.

00:21:48: Wo du quasi selbst durch dein kontrollierendes Verhalten möglicherweise selbst dieses Fremd den hervorgerufen hast.

00:21:55: Diese Art der Reflexion.

00:21:56: ich sage nicht dass das immer so ist Ich sage nicht, dass es bei dir so ist.

00:21:59: Ich sage dir nur ein Beispiel um hier zu zeigen Wie kannst Du in einer Situation wo du merkst dass du kontrollierst oder kontrolliert wirst?

00:22:08: Mal innehalten dir das mal vielleicht auch rückblickend betrachten, was in dir vorgegangen ist.

00:22:14: Wie du vielleicht gelernt hast das so zu tun und was vielleicht dein Anteil daran gewesen ist dass du diese Erfahrungen in der Vergangenheit gemacht hast?

00:22:25: Wie bei allem im Leben, wenn wir jahrelang vielleicht sogar jahrzehntelang einen bestimmten Muster von Kontrolle oder kontrolliert werden zum Beispiel gefolgt sind lässt sich nicht eine Veränderung über Nacht erwirken.

00:22:39: Du kannst nicht Dinge die dich Jahre und Jahrzehnte gebraucht haben zu entwickeln, über Nacht abstellen oder verändern.

00:22:47: Deswegen sei geduldig mit dir!

00:22:50: Veränderungen benötigt Zeit.

00:22:54: fossiert werden.

00:22:55: Sie kann nur erlebt werden, während du lebst, veränderst du dich.

00:23:00: Du probierst andere Dinge aus, du reflektierst darüber, du veränderst etwas, du probierest andere Dinge raus, du reflectierst wieder.

00:23:08: Das braucht alles ganz viel Zeit und ich hoffe, du erlaubst dir diese zu geben und mit Selbstmitgefühl dich zu behandeln und mit Verständnis.

00:23:22: Und wenn du jetzt noch Lust und Zeit für eine kleine Entspannungsreise hättest, die dir ermöglicht das gehörte nochmal in Ruhe auf dich wirken zu lassen und gegebenenfalls neue Erkenntnisse in dir zu verankern dann bleibt doch jetzt gern noch ein paar Minuten dran.

00:23:41: Den anderen wünsche ich auf ihrem Weg alles Gute!

00:23:45: Danke fürs Zuhören und dabei sein und bis zum nächsten Mal.

00:23:54: Folgende Teil ist eine geführte Entspannungsreise.

00:24:01: Bitte höre sie nur, wenn du gerade in einer sicheren Umgebung bist Wenn du sitzt oder liegst und nicht tust dass anderweitig deine Aufmerksamkeit benötigen würde wie Maschinen bedienen oder Autofahren.

00:24:26: Mach es dir also nun an einem ruhigen ungestörten Ort für ein paar Minuten bequem.

00:24:38: Wenn du soweit bist und das gerne möchtest, darfst du deine Augen schließen.

00:24:50: Rechte deine Aufmerksamkeit nun auf deinen Atem.

00:24:57: Nimm ihn einfach nur wahr.

00:25:05: Beobachte wie die Luftkühl in deiner Nase strömt Und sich da bei deinen Lungen weiten.

00:25:19: Für diesen Augenblick darfst du dich ganz in dich selbst sinken lassen.

00:25:29: Für diesen Augenblick baust du gar nichts zu tun, nur wahrzunehmen, in welchem Tempo und in welchen Rhythmus sich deine Brust und dein Bauch beim Atmen auf- und abbewegen.

00:25:59: Nimm als nächstes einen tiefen Atemzug durch die Nase in deinen Bauch hinein, halte ihn dort für einen Augenblick Und lass ihn aus dem Mund wieder kontrolliert und langsam ausströmen.

00:26:16: Und noch einmal Nase einatmen, halten... ...und durch den Mund langsam wieder ausatmen!

00:26:29: Und noch ein letztes Mal Nase Einatmen... ...halten... ...durch den Mund wieder aus atmen!

00:26:43: Kehre zu deinem normalen Atem und Rhythmus zurück und spüre die Entspannung, wie sie bei jedem deiner Atemzüge durch deinen gesamten Körper fließt.

00:27:05: Folge in deinem Geist den folgenden Worten Ich darf spüren was sich für mich eng anfühlt.

00:27:28: ich erkenne das Kontrolle aus.

00:27:31: Unsicherheit entsteht dass Dominanz keine Stärke ist.

00:28:04: Ich erkenne, wenn ich selbst in ein Kontrollmuster rutsche.

00:28:18: Ich darf meine Unsicherheit wahrnehmen ohne mich dafür zu verurteilen.

00:28:30: Ich wähle kleine Schritte der Klarheit statt Kontrolle!

00:28:43: Ich darf Nähe ohne Druck erleben.

00:28:53: Ich erkenne das Stabilität in mir selbst beginnt.

00:29:05: Ich darf mich von alten Rollenbildern lösen.

00:29:16: Ich sehe, dass mein Bedürfnis nach Kontrolle ein Signal ist – kein Urteil!

00:29:25: Ich darf mir erlauben Vertrauen in kleinen Schritten zu üben.

00:29:36: Ich erkenne das ich nicht verantwortlich bin für die Unsicherheit anderer.

00:30:01: statt Dominanz.

00:30:45: Und jetzt, nimm nochmal einen abschließenden tiefen Atemzug durch die Nase und spüre wieder bei der Energie in deinen Körper zurückkehrt.

00:30:58: Mit jedem weiteren Atemzug fühlst du dich immer wacher.

00:31:03: Nimmst wieder die Umgebung und die Oberfläche unter dir war.

00:31:08: Hörst wieder umgebungsgeräusche und wirst dabei immer klarer und wacher.

00:31:16: Und sobald du dich dazu bereit fühlst, kannst Du in Deinem eigenen Tempo Deine Augen öffnen und mit neu gewonnener Energie die gehörten Botschaften mit in Deinen Alltag nehmen.

00:31:29: Du darfst neugierig sein wie diese Botschafte in dir in den nächsten Stunden und Tagen noch positiv nachwirken werden!

00:31:38: Ich bedanke mich fürs Dabeisein und zuhören.

00:31:41: Alles Gute und bis zum nächsten Mal!

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