Das Trauma, das wir für "normal" halten (Serie "Trauma", Ep. 1)
Shownotes
- Trauma verstehen: neue, entstigmatisierende Perspektive
- Nervensystem & Sicherheit: warum Überforderung körperlogisch ist
- Individuelle Reaktionen: weshalb Menschen unterschiedlich reagieren
- Schutzprogramme: Muster, die aus Überforderung entstehen
- Emotionale Taubheit: wenn Gefühle schwer erreichbar sind
- Dissoziation: Momente, in denen man "nicht ganz da“ ist
- Trauma entstigmatisieren: Reaktionen verstehen statt verurteilen
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00:00:05: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge des Podcasts Glücklich, Lieben und Leben.
00:00:11: Diese Folge wird die erste in einer kurzen Reihe von Folgen zum Thema Trauma sein.
00:00:20: In dieser Serie möchte ich darüber sprechen was Trauma ist wie man Trauma erkennt welche Traumaarten es gibt Und was traumatisiert sein bedeutet und was es auf keinen Fall bedeutet.
00:00:35: Ich werde auch im Verlauf dieser Serie darüber sprechen, warum ein Kampf gegen Trauma nicht funktionieren wird und weshalb somatische Trauma Integration wichtig ist um diese alten Schutzprogramme zu lösen die das Trauma in uns ausgelöst hat.
00:01:00: feststellen wird, auch wenn ihr denkt kein Trauma zu haben.
00:01:04: Dass ihr auf gewisse Weise Trauma gar nicht in eurem Leben verhindern könnt und warum diese Erkenntnis auch ein Wendepunkt für euch sein kann.
00:01:13: Denn Trauma zeigt sich häufig durch Charaktereigenschaften die aber nicht als gegeben hingenommen werden müssen sondern an denen gearbeitet werden darf Nicht weil es Charakter Fehler sind, sondern weil es eben natürliche Folgen von vorangegangenen traumatischen Erlebnissen ist.
00:01:37: Und wir werden auch etwas über die Rolle sprechen, die ein Mensch hat dessen Identität vermeintlich Traumaopfer ist.
00:01:47: Das alles wird im Verlauf dieser Serie auf euch warten.
00:01:52: In der ersten Folge geht es aber erst einmal darum was Trauma eigentlich ist und was es auf gar kein Fall ist, was die meisten unter Trauma verstehen.
00:02:05: Und was im Gegenzug dazu Trauma wirklich ist?
00:02:09: Ich werde darüber sprechen warum viel mehr Menschen traumatisiert sind als sie glauben und werde aufzeigen warum manche Charaktereigenschaften eigentlich eine Traumareaktion sind bisher nicht identifiziert haben.
00:02:27: Ich werde auch darüber sprechen, wie sich Trauma im erwachsenen Leben zeigt und auch da rüber, wie man gegebenenfalls Trauma verhindern kann.
00:02:39: Meine Hoffnung ist dass du am Ende dieser Folge besser verstehst was Trauma ist möglicherweise sogar verstehst an welcher Stelle du traumatisiert bist, ohne dich zu pathologisieren.
00:02:53: Ich möchte dass du am Ende der Folge milder mit dir umgehst und deinen Charaktereigenschaften und Verfehlungen die du dir möglicherweise zuschreibst ich möchte das du mit Ruhe und beruhigt aus dieser Folge heraus gehst, was mit dir alles in Ordnung ist, dass du keinen Fehler machst, übersensibel bist oder überreagierst.
00:03:17: Ich möchte, dass du am Ende der Folge regulierter bist und etwas mehr selbst mit Gefühl mit dir hast.
00:03:25: Und bevor ich gleich starte eine kleine Triggerwarnung in dieser Folge spreche ich wie gesagt über das Thema Trauma und über traumatische Zustände und darüber wie Trauma im Nervensystem entsteht.
00:03:42: Es kann sein, dass bestimmte Stellen dieser Episode in dir etwas auslösen.
00:03:48: Weil dein Nervensystem versucht dich zu schützen und das ist normal!
00:03:55: Ich möchte dich einladen jederzeit die Folge zu pausieren oder gar abzuschalten Und wenn du merkst, dass dein Puls sich verstärkt oder dein Atem schneller geht dann Pause diese Folge.
00:04:11: Bewege dich etwas, um das Adrenalin aus deinen Muskeln rauszulassen erstmal tief durchatmen in den Bauch hinein und dann wenn du dich beruhigt hast später weiter zu hören.
00:04:26: Du bestimmst hier das Tempo.
00:04:29: Ich werde jedoch keine belastenden Szenen beschreiben und ich werde auch nicht in irgendwelche Details gehen, die dich retraumatisieren könnten.
00:04:38: Diese Folge ist einzig und allein darauf ausgelegt, dich zu stabilisieren und nicht zu überfordern.
00:04:45: Und deswegen werde ich ganz behutsam mit dir sprechen!
00:04:54: entstand auf Anregung einer Klientin und wenn ihr Themenvorschläge habt oder mich kontaktieren wollt, dann könnt ihr das gerne über Instagram tun.
00:05:09: Dort habe ich ein Kanal auch wenn ich da noch nicht so socially aktiv bin wie ich das gerne würde aber zumindest bin ich dort ansprechbar GLL.de, GLL für glücklich lieben und leben.degllde.
00:05:30: Dort könnt ihr mir schreiben und mir Themenvorschläge schicken.
00:05:35: Die Idee eine Serie oder eine Folge über Trauma zu machen erscheint mir plausibel und sehr hilfreich Denn meiner Beobachtung nach trägt jeder Mensch Trauma in sich aber die wenigsten sind sich darüber bewusst Und das liegt zum Teil daran, dass wir falsch verstehen an manchen Stellen was Trauma wirklich ist und weil wir Reaktionen unseres Nervensystems die auf vergangenes Trauma in uns hervorgerufen in unserer heutigen kapitalistischen Leistungsgesellschaft als wünschenswert und mittlerweile schon als normal erachtet werden.
00:06:28: Da heißt es für meine Begriffe wichtig, dass wir erkennen das wir alle auf eine gewisse Art und Weise traumatisiert sind was das eigentlich bedeutet unserer Seele, mit unserem mentalen Zustand und mit der Art und Weise wie wir die Welt und die Menschen darin sehen im Zusammenhang steht.
00:06:53: Und negative Effekte hat sie dafür sorgen dass wir übermäßig an uns zweifeln das wir zu sehr uns kritisieren und damit in einem ständigen Zustand von ja Traurigkeit Unzulänglichkeit Minderwertigkeitsgefühlen und Selbstzweifeln feststecken.
00:07:17: Solange wir nicht wissen, was Trauma ist und wie Trauma entstehen kann und daher nicht in Erwägung ziehen, dass wir ebenso traumatisiert sind, gelingt es uns nicht die Muster zu sehen, die aus diesen Schutzmechanismen entstehen, die das Trauma in uns hervorgerufen hat.
00:07:38: Diese Muster zu erkennen ist aber meines Erachtens sehr wichtig, um eben zu vermeiden in diese Endlos-Spirale von Selbstzweifeln, Selbstkritik und fehlenden Selbstbewusstsein zu rutschen.
00:07:52: Ich persönlich habe erst in meinen Vierzigern begriffen dass ich traumatisiert bin, woher das herrührte, bin.
00:08:04: Und das hat mir ein gewisses Gefühl von Erleichterung gegeben, einmal in dem ich verstanden habe warum ich bin wie ich bin und dass ich nicht Schulter an bin.
00:08:16: Das hat große Erleicherung in mir hervorgerufen und von diesem Punkt aus konnte ich heilen.
00:08:23: Ich habe wie gesagt erkannt, dass diese Muster keine Charakterschwäche sind oder mein Versagen oder ein Fehler.
00:08:32: Sondern ich konnte plötzlich daran vorbei auf meinen Potenzial schauen was dahinter liegt und mich nicht gänzlich dafür verurteilen das ich bin wie ich bin weil ich mir gesagt habe das mit mir etwas nicht stimmt zu viel bin oder an manchen Stellen zu wenig, und dass ich schwierig wäre.
00:08:55: Viele Menschen verurteilen sich als nicht beziehungsfähig oder zu sensibel oder nicht belastbar – obwohl all das was sie eben als beziehungsunfähig, sensibler-undnichtbelastbar erkennen oder erklären eigentlich daher stammt, dass ihr Nervensystem Sie an irgendeiner Stelle einmal schützen wollte.
00:09:17: Und es ist darüber hinaus auch noch wichtig zu verstehen, dass dieser Schutz damals richtig und wichtig gewesen ist aber heute vielleicht nicht mehr ganz so notwendig ist.
00:09:29: Aber wir können diese Schutzmechanismen erst ablegen wenn wir uns dessen bewusst geworden sind und indem wir diese Schutz mechanismes ablegen können wir eben wachsen und reifen.
00:09:40: Daher ist es mir so wichtig, hier in dieser Folge darüber zu sprechen was Trauma eigentlich ist und Erkenntnis dafür zu wecken dass im Grunde eigentlich jeder Mensch auf die eine oder andere Art und Weise traumatisiert sind.
00:09:52: Im gängigen Sprachgebrauch versteht man unter Trauma ein traumatisches Ereignis Und das klingt als ob wenn ein traumatisches Eregnis passiert Jeder davon gleichermaßen traumatisiert wird.
00:10:11: Und ich bin ziemlich sicher, dass der eine oder andere von euch mindestens ein Beispiel dafür kennt wo er schon mal gedacht hat.
00:10:19: das was demjenigen widerfahren ist.
00:10:21: Das hätte ich niemals durchgestanden.
00:10:24: Das hätte Ich niemals ertragen.
00:10:26: wie konnte dieser Mensch so ohne Probleme da durchgehen?
00:10:30: Natürlich davon abgesehen, dass wir häufig Trauma nicht äußerlich bei Menschen erkennen und nicht wissen wie jemand innerlich vielleicht leidet.
00:10:39: So ist es aber doch sehr häufig so das gewisse traumatische Erlebnisse für den einen ein Traumareaktion hervorruft und für den anderen eben nicht!
00:10:50: Und das liegt eben nicht daran, dass du zu sensibel bist oder nicht belastbar bist sondern dass es dein Nervensystem ist.
00:11:00: Nicht jedes traumatische, vermeintlich dramatische Erlebnis löst Trauma in Menschen aus.
00:11:06: Es ist wirklich abhängig davon wie die Reaktion des ganz persönlichen Nervensystems darauf ist.
00:11:14: Selbst leise völlig alltägliche unspektakuläre Ereignisse können Trauma hervorrufen wenn unser Nervenystem empfindlich reagiert!
00:11:29: Und das ist die erste Erkenntnis, die ich dir mitgeben möchte.
00:11:32: Trauma ist nicht miteinander vergleichbar.
00:11:34: Traumatische Erlebnisse sind nicht miteinander verleichbar!
00:11:39: Wie die Menschen auf ein traumatisches Erlebnis reagieren, ist NICHT miteinander vergleichtbar!
00:11:47: Denn nicht das Ereignis, dass da passiert ist entscheidend sondern eben die Wirkung auf das jeweilige Nervensystem.
00:11:56: Das an irgendeiner Stelle überfordert ist.
00:12:00: erst wenn das Nervenystem überforderd ist entsteht überhaupt erst Trauma.
00:12:06: Deswegen ist es für jeden unterschiedlich auch wenn die gleiche Situation passiert.
00:12:13: Es gibt zwei Auslöser von solchen Traumata.
00:12:18: Und diese zwei auslösern sind einmal die Situation oder in dieser Situation ist die Überforderung zustande gekommen, weil etwas in der Situation zu viel war, zu schnell war oder zu plötzlich war.
00:12:35: und der zweite Weg wie man traumatisiert werden kann ist wenn es eine zu lange Zeitperiode gab, wo man sich zu wenig sicher gefühlt hat.
00:12:49: Und da gebe ich euch jetzt mal ein paar Beispiele dafür.
00:12:52: Also Beispiele für dieses zu viel, so schnell, zu plötzlich kann zum Beispiel einen Autounfall sein.
00:12:59: Da gibt es einen lauten Knall, ein abruptes Stoppen eine rückartige Körperbewegung Es gibt ein Gefühl von keine Kontrolle über die Situation haben und all das passiert in Millisekunden Und dies kann zu Überforderungen unseres Nervensystems führen.
00:13:20: Ich werde auch gleich darüber sprechen, dass Nervensysteme durchaus unterschiedlich ausgeprägt und stabil sein können bei Menschen.
00:13:28: Und welche Faktoren darauf einzahlen?
00:13:32: Aber nochmal zurückkommen zu den Beispielen.
00:13:35: wie gesagt der Autounfall kann für das eine Nerven-System totale Überforderung sein und ein Trauma auslösen.
00:13:43: Ein anderes Nerven System wird daraus ohne Schäden psychisch oder mental hervorgehen.
00:13:53: Was könnte noch zu viel, zu schnell, so plötzlich sein?
00:13:57: Auch eine plötzliche Trennung!
00:14:00: Von seinem Partner oder seiner Partnerin, also wenn die Partnerin sich von uns trennt.
00:14:06: Wenn das ohne Vorbereitung, ohne irgendwelche Anzeichen, wenn es ohne Erklärung kommt, wenn uns quasi der Boden unter den Füßen weggerissen wird durch diese Trennung dann kann das für den einen oder anderen traumatisch sein.
00:14:21: Traumatisch in dem Sinne, dass noch Jahre später noch mit diesen Nachwirkungen zu kämpfen ist.
00:14:28: Wohingegen vielleicht jemand anderer nach drei Monaten nach einem Jahr vielleicht schon die Sache, die Trennung verarbeitet haben könnte?
00:14:36: Aber auch wenn zum Beispiel ein Kind von einem Erwachsenen plötzlich angeschrien wird!
00:14:43: Wenn das Kind sich erschreckt... den Körper anspannt, wenn es spürt dass sein Herzschlag hoch schießt.
00:14:51: Wenn er sich gefangen fühlt in der Situation weil es nicht fliehen kann oder möchte dann kann das eine totale Überforderung des Nervensystems hervorrufen und kann dann eben zu Schutzmechanismen führen die dieses Kind noch bis ins erwachsenen Leben hinein mit sich herum schleppen wird.
00:15:13: Mal davon sprechen, was ein traumatisches Erlebnis sein könnte.
00:15:17: Wenn wir uns über eine zu lange Zeit zu wenig sicher fühlen dann könnte ich mein Beispiel zum Beispiel aufzählen.
00:15:26: Ich bin als Kind in einem Haushalt groß geworden mit emotional unverfügbaren Erwachsenen.
00:15:35: Das kann sich äußern durch Nichtansprechbarkeit der Erwachsenen, also wenn man nach Hause kommt und was Tolles von der Schule zu erzählen hat.
00:15:45: Und die Erwachsenden hören nicht zu oder nehmen einen nicht ernst und winken ab oder spielen Situationen, die mir wichtig sind runter.
00:15:55: und wenn das permanent passiert Wenn keine Resonanz kommt, wenn keine Beruhigung kommt... ...wenn du dich als Kind aufregst.
00:16:03: Wenn keine Orientierung kommt wie du eine Situation einschätzen sollst.
00:16:07: Wenn keine emotionale Rückversicherung da ist dass du okay bist so wie du bist dann kann das über die Zeit zu Trauma führen oder auch ständige Kritik, die ich persönlich in meinem Elternhaus erlebt habe.
00:16:21: Aber auch in einer Beziehung das Gefühl von ständiger Unsicherheit weil man ständig kritisiert wird dass man sich ständig selbst überprüft dass man stendig chronisch angespannt ist und Angst vor Fehlern hat Weil man sonst von seinem Partner oder von seinen Eltern kritisieren wird Das es so ein Beispiel dafür Dass man sich über eine längere Zeit hinweg unsicher fühlt.
00:16:44: also egal ob man als Kind in so einem toxischen Elternhaus groß wird oder sich als Partner aus einem solchen toxischen Beziehungsmuster nicht herauslösen kann, kann traumatisierend sein.
00:16:58: Aber auch im Berufsumfeld und Arbeitsumfeld kann ein Chef zum Beispiel oder Arbeitsumstände traumatisieren sein.
00:17:07: Wenn zum Beispiel der Chef unberechenbar ist, wenn er heute freundlich und zugewandt und locker und lustig ist.
00:17:13: Und am nächsten Tag laut wird wegen Kleinigkeiten!
00:17:17: Wenn du das Gefühl hast auf der Arbeit ständig in Alarmbereitschaft sein müssen, dass es für dich keine Vorhersehbarkeit gibt was die Laune deines Chefs angeht.
00:17:27: Wenn's keine Stabilität gibt darin ob du dich heute sicher fühlst oder nicht.
00:17:31: Ob er dich heute runter putzt oder dir irgendwelche Fehler angreift oder ob er heute mal großmütig darüber hinweggeht, wenn du keine Möglichkeit hast dich mal zu entspannen.
00:17:45: Wenn du konstant angespannt bist in deinem Arbeitsumfeld so wie es auch zum Beispiel in Mobbing-Situationen als Schüler oder auf der Arbeit sein kann dann kann das ein traumatisches Erlebnis sein und wie gesagt unterschiedlich stark traumatisierend sein und für jeden vielleicht sogar auch unterschiedlich, ob es überhaupt traumatisieren wird ist oder werden wird oder nicht.
00:18:16: Und das wie gesagt ist halt einzig und allein abhängig von unserem Nervensystem.
00:18:26: sich entscheidet, aus Schutz vor dieser Unsicherheit, vor dieser Bedrohung, vor der gefühlten Bedrohnung darauf zu reagieren.
00:18:37: Da gibt es mehrere Faktoren und die möchte ich dir gerne mitgeben damit du erkennst dass das nicht an dir liegt, dass du nicht so schwach bist oder dass du unfähig bist wenn dein Nervensystem mit Überforderungen auf Situationen reagiert.
00:18:54: Erstmal gibt es eine sogenannte genetische Grundempfindlichkeit.
00:19:00: Also jeder Mensch hat ja auch ein gewisses Temperament, entweder bist du introvertiert oder extrovertiert und natürlich kann das Leben auch Einfluss darauf nehmen ob du vielleicht als extrovertedes Kind startest und aufgrund der ständigen Verunsicherung und traumatischen Erlebnisse irgendwann introvertierst bist.
00:19:18: aber es gibt durchaus eine genetisch Grundempfindlichkeit, eine genetische Veranlagung wie du mit Situation umgehst.
00:19:28: Ob du schnell überfordert bist oder ob du vielleicht mehr Puffer hast die die Empfindlichkeiten des Nervensystems besser abfängt.
00:19:36: Wie du Stress verarbeitest oder wie du auf Situationen reagierst.
00:19:45: Neben dieser genetischen Grundempfindlichkeit ist auch unsere neurobiologische Ausstattung wichtig dafür, wie unser Nervensystem reagiert.
00:19:57: Also die Neurochemie zum Beispiel.
00:20:01: Wie Cortisol in unserem Körper ausgeschüttet wird wenn wir gestresst uns fühlen oder Adrenalin wenn wir Angst haben oder Dopamin, wenn wir uns freuen.
00:20:13: Oder Serotonin, wenn we glücklich sind.
00:20:15: Oder Oxytocin für Bindung.
00:20:18: All das hat Einfluss darauf wie unser Nervensystem reagiert, wie reif es ist und ja wie unsere Stressmuster sind.
00:20:28: Und die sind für jeden Menschen unterschiedlich.
00:20:32: Ein weiterer Faktor der dafür verantwortlich ist ob wir traumatisch ist das Gefühl oder die Umstände und das Gefühl in uns, ob wir uns in der Situation in dem Moment sicher fühlen.
00:20:50: oder eher unsicher fühlen.
00:20:52: Und das ist halt eben auch von dieser Situation abhängig, also wenn wir zum Beispiel mit einer Person, mit der wir uns sicher fühlen einem Freund oder unserem Partner in eine traumatische Situation geraten dann reagiert unser Nervensystem weniger überfordert damit als wenn wir völlig allein in einer fremden Umgebung, in einer fremden Situation, diese traumatischen Situation geraden Also mit einer vertrauten Person oder mit irgendeiner anderen Art emotionalen Unterstützung.
00:21:24: Wenn wir uns körperlich stabil fühlen, wenn es eine gewisse Vorhersagbarkeit in dieser Situation gibt dann hat das natürlich viel weniger traumatischen Einfluss als wenn das eben nicht vorherrscht.
00:21:40: Und auch unsere persönliche Vorgeschichte spielt natürlich da rein, wie wir auf traumatische Ereignisse reagieren.
00:21:46: Also wurden wir früher schon traumatisiert?
00:21:49: oder wie bindungssicher fühlen wir uns?
00:21:53: Wie stabil füllen wir uns in diesem Leben?
00:21:55: Fühlen wir Uns sicher?
00:21:56: Füllen Wir uns gehalten?
00:21:58: Führen wir uns aufgenommen wahrgenommen?
00:22:01: oder haben wir vielleicht eher chronischen Stress und hatten emotionale Vernachlässigung was uns ein Gefühl von Unsicherheit und klein sein vermittelt hat.
00:22:11: Auch das hat Einfluss darauf, ob unser Nervensystem in der Lage ist eine gewisse Situation gut zu verarbeiten oder sich davon überfordert zu fühlen.
00:22:21: Und dann natürlich auch die Bedeutung, die jeder einzelne Mensch einer bestimmten Situation einen bestimmten Ereignis gibt.
00:22:29: also ne Trennung von seinem Partner zum Beispiel kann für den einen ein Schock sein, eine Überforderung und für den anderen es is'n Erleichterungen Und zum Beispiel auch ein lauter Streit.
00:22:42: Wenn du als Kind das so gewohnt bist, dass deine Eltern sich ständig laut gestritten haben dann wirst möglicherweise wenn du mit deinem Partner laut streites dir da gar nichts bei denken.
00:22:53: Das ist ganz bekannt und normal für dich und dein Partner bei dem zu Hause alles immer sehr liebevoll und ruhig zugegangen ist.
00:23:01: der wird von der Situation total überfordert sein Vielleicht häufiger mit deiner Partnerin oder deinem Partner laut und ausgiebig streit ist, weil für dich das ja normal.
00:23:13: Und so wird halt eben kommuniziert.
00:23:15: Wird das über die Zeit möglicherweise diesen Partner der das eben nicht gewohnt ist traumatisieren?
00:23:22: Oder überwältigen zumindestens.
00:23:26: So ein Autounfall kann auch nur ein leichter Schrecken für jemanden sein Ein Gefühl des totalen Kontrollverlustes.
00:23:35: Also auch die Bedeutung der Situation ist ausschlaggebend dafür, wie unser Nervensystem reagiert.
00:23:44: Ein weiterer Faktor ist das Thema Resilienz von dem du vielleicht schon mal gehört hast also diese Fähigkeit sich selbst regulieren zu können.
00:23:54: Wie trainiert ist jeder da drin?
00:23:59: Und wie schnell gelingt es einem, sich selbst zu regulieren?
00:24:03: Also das funktioniert ja besser wenn man sich emotional eher stabil fühlt und wenn man seine inneren Ressourcen schon kennt.
00:24:11: Wenn man also grundsätzlich resilient ist dann sind bedrohliche oder überfordernde Situationen leichter zu verarbeiten als für jemanden der sich eben emotional instabil fühlt oder der starke Selbstzweifel hat.
00:24:29: Und ein häufig unterschätzter Aspekt ist die Fähigkeit oder besser gesagt, die Möglichkeit zur Korregulation will ich das mal nennen.
00:24:39: Korregulation ist ja wenn wir mithilfe anderer Menschen, die ansprechbar sind uns beruhigen können gehalten werden und die uns eben bei der Einordnung der Situation helfen Wenn wir jemanden haben mit dem wir über diese Situation sprechen können versichern kann, dass wir in Ordnung sind.
00:25:01: Dass alles in Ordnungen kommt wenn wir jemanden an unserer Seite haben der uns stützt und uns hält kommen wir möglicherweise mit einer überfordernden Situation besser zurecht als jemand der eben niemanden hat oder das Gefühl hat niemanden zu haben der alleine durchgeht er nicht darüber redet sich niemand mehr anvertraut.
00:25:21: Und ich kann nur noch mal wiederholen, dass nicht jede Situation als dramatisch überhaupt erkannt wird.
00:25:29: Oder ich muss besser sagen, als potenziell traumatisch erkannt werden.
00:25:33: Weil uns so viele Dinge die eben Trauma auslösen können und normal vorkommen!
00:25:41: Was eben dann dafür sorgt... wir uns nicht erlauben, zuzugeben von der Situation überfordert zu sein.
00:25:49: Also was meine ich damit?
00:25:51: Es gibt diese leisen Traumata die wir für normal halten sowas wie emotionale Vernachlässigung in der Kindheit.
00:26:00: das klingt zwar traumatisch aber mir ging es so.
00:26:04: Ich hör's immer wieder von anderen dann wird abgewiegelt ja so war halt die kindheit und ist Kommt so eine gewisse Normalität da rein, dass wir emotional vernachlässigt wurden.
00:26:16: Das war halt damals dann so!
00:26:18: Da ist ja nichts Traumatisches passiert.
00:26:21: Ich war halt einfach nur ständig alleine und keiner hat mit mir gespielt und keiner hatte mit mir geredet und keiner hatten mich getröstet.
00:26:31: Und diese emotionale Vernachläßigung die über Jahre gehen kann, die kann auch über Jahrzehnte in einer Beziehung stattfinden Wo sich viele gar nicht denken, oh ja da bin ich traumatisiert.
00:26:43: Sondern das war halt so mit diesem Partner oder dieser Partnerin.
00:26:47: aber das kann eben Schutzmechanismen in uns auslösen die wir mit durch unser erwachsenen Leben hindurch schleifen auch in Situation wo wir es vielleicht gar nicht mehr bräuchten.
00:26:59: Und das kann halt auch in Freundschaften passieren.
00:27:02: Wir können uns auch emotional in Freundenschaften vernachlässigt fühlen, was in uns möglicherweise den Gedanken einpflanzt dass wir mit anderen Menschen nicht sicher sind, dass uns andere Menschen nicht mögen, dass wir gar nicht darauf hoffen brauchen einen Partner oder Freunde zu finden weil hier ist ja der Beweis dafür Ich nicht liebenswert bin.
00:27:24: Das ist Trauma, Vermeidung wenn wir dann sagen ich sehe mich als jemand der nicht liebswert ist und deswegen vermeide ich zukünftig auf andere Menschen zu gehen.
00:27:34: das ist ein Schutzmechanismus der aus Trauma entsteht.
00:27:39: weiteres leises Trauma sind für mich auch ständige Kritiken Wenn auf der Arbeit oder unter Freunden, in einer Beziehung oder natürlich auch im Elternhaus du ständig kritisiert wirst.
00:27:55: Mit welcher Begründung auch immer?
00:27:56: Ich will nur dein Bestes!
00:27:58: Ich möchte dass du es mal besser hast als ich.
00:28:01: Du musst doch lernen und hier unsere Beziehungen kann sich nur weiterentwickeln wenn du nicht so bist wie du bist sondern wenn du bitte so bist die ich dich haben will.
00:28:12: Ständige Kritik ist Trauma.
00:28:15: Weil es dafür sorgt, dass du dich zurück nimmst, dich verleugnest, dich verändert um dem Partner zu gefallen, um diesen Freund zu gefallen und natürlich einmal von deinen Eltern anerkannt und gelobt zu werden!
00:28:27: Das ist Trauma wenn das Auswirkungen auf den Rest deines Lebens hat Wenn du dich eng fühlst, wenn du dich verängstigt fühlste, wenn Du Dich kleiner machst Mit diesen Gefühlen umzugehen, mit dieser Situation was die aus dieser Situation entstanden sind.
00:28:44: Dann ist das Trauma!
00:28:45: Dann ist es keine Persönlichkeitsentwicklung dann ist das keine Charaktereigenschaft.
00:28:50: Dann isst das ein Schutzmechanismus aus Trauma und ich habe sie ja schon erwähnt auch Themen wenn es um Bindungssicherheit geht Ob es Kindheit ist, ob die Beziehung oder Freundschaft ist – aber auch in der Schule und im Beruf.
00:29:07: Wenn du dich nicht sicher fühlst mit den Menschen, mit denen du da zusammen bist, dann ist das traumatisch!
00:29:14: Mobbing zum Beispiel ist Trauma immer weil Mobbing über einen längeren Zeitraum hinweg Kritik übt und dir diese Bindungssicherheit zu deiner Peer Group oder zu dem Menschen, die dir am nächsten stehen sollen wegnimmt Weil du dich allein gelassen fühlst, weil du dich nicht in Ordnung fühlts so wie du bist.
00:29:36: Das ist Trauma!
00:29:37: Und wie ich ja schon gesagt habe auch wenn Du überfordert bist von Dingen die Dich erschrecken oder verängstigen und Du hast keine Ansprechpartner Manche Leute sagen, ja das ist doch normal.
00:29:51: Ich hatte nie jemanden und mir ist es auch lieber ich mache das alleine.
00:29:55: dann weiß ich dass Es gut gemacht ist.
00:29:57: aber diese hyper Unabhängigkeit Ist ein Schutzmechanismus ist Ein Traumarispons.
00:30:05: Das ist nicht normal ganz allein ohne Hilfe klar kommen zu wollen Genauso wie chronische angst vor fehlern ein Schutz mechanismus ist.
00:30:17: Ja, ich will mein Job gut machen.
00:30:19: Ist doch besser wenn es fehlerfrei ist!
00:30:22: Dieser Art von Perfektionismus ist nicht normal.
00:30:26: Es ist ein Schutzmechanismus das aus Trauma entstanden ist.
00:30:30: Denkt mal darüber nach wie häufig du vielleicht als Kind dafür kritisiert worden bist.
00:30:35: Vielleicht bist du neurodivergent so wie ich.
00:30:37: Mein Gott.
00:30:38: wir werden Zehntausendmal mehr kritisiert als neurotypische Menschen, weil wir so zerstreut sind.
00:30:45: Weil wir so unfokussiert sind und unkonzentriert sind.
00:30:49: Gab es immer in unserer Kindheit etwas zu meckern von unseren Eltern, von unseren Lehrern, von den Ausbildern später, von unserem Freunden?
00:30:58: Wir haben Angst vor Fehlern!
00:31:00: Und zwar chronisch – wir haben Angst davor nicht zu genügen.
00:31:04: Wir denken, wir sind nicht gut genug.
00:31:06: Das ist Trauma Und da spreche ich ganz besonders die Menschen an, die sich vielleicht als hochsensibel bezeichnen oder die von anderen als hoch sensibel bezeichnet werden.
00:31:20: Die sind nämlich besonders anfällig für unerkanntes Trauma!
00:31:23: Die nehmen über Forderung ihre Überforderungen in Situationen überhaupt nicht ernst.
00:31:29: Sie vergleichen sie ständig mit den Andern, die weniger wahrnehmen weil ihr Nervensystem anders funktioniert und beschuldigen selbst dafür schwach zu sein, weil sie nicht das gleiche aushalten wie Menschen die ein ganz anderes Nervensystem haben als Sie.
00:31:47: Sie kritisieren sich selber, weil Sie früher ständig von anderen als überempfindlich bezeichnet wurden.
00:31:53: Diese Schutzmechanismen, diese Muster werden von uns normalisiert Einmal, indem wir uns self gas leiten.
00:32:04: Ja in dem wir sagen ja das war halt so weil wir nicht als schwach oder als lebensunfähig gelten wollen und Weil wir uns natürlich auch immer mit den viel schlimmeren fällen vergleichen was wie du jetzt vielleicht ernst Quatsch ist weil ja eben jeder unterschiedlich darauf reagiert.
00:32:25: jemand von dem du subjektiv denkst dass derjenige ein viel schlimmeres Trauma erlebt haben muss, weil du darunter viel schlimer gelitten hättest?
00:32:37: Vielleicht hat dieser andere Mensch mit diesem schlimmeren Trauma überhaupt kein Problem oder viel weniger Probleme als du mit deinem leichteren Traum.
00:32:46: Wir reden uns immer kleiner als wir sind!
00:32:50: Oder wir bekommen es von anderen eingeredet wenn gesagt wird das wir überempfindlich sein Dann denken wir, wir sind überempfindlich.
00:32:59: Statt anzuerkennen dass nicht Wir als Identität als Mensch übereempfindlich sind sondern das das alles seine Berechtigung hat weil unser Nervensystem lernen musste auf diese Art und Weise damit umzugehen.
00:33:13: Weil nochmal Biochemie genetische Veranlagung frühere Traumata die für andere Menschen ja überhaupt nicht erkennbar sind wenn ein anderer mensch zu dir sagt du reagierst über empfindlich dann deswegen, weil dieser Mensch in dieser Situation nicht so empfindliche reagiert hätte.
00:33:31: Weil der in dieser Situation diesen Schutzmechanismus nicht gebraucht hätte!
00:33:35: Vielleicht weil er früher kein Trauma mit dieser Situation hatte?
00:33:39: Vielleicht weil Er in einem Genpool groß geworden ist wo das Nervensystem viel stabiler
00:33:45: ist?!
00:33:46: Also sollten wir uns doch nicht von anderen beeindrucken lassen, wenn die nicht verstehen warum wir sensibel reagieren.
00:33:54: Warum wir uns von gewissen Situation überfordert fühlen.
00:33:58: und natürlich erkennen wir Trauma auch nicht.
00:34:00: weil wird das nicht vor uns her tragen?
00:34:02: weil dass nicht auf unserer Stirn geschrieben steht Weil Trauma sich nicht im Gedächtnis zeigt und sich deswegen nicht in Worten äußert.
00:34:11: Trauma zeigt sich nur im Körper Wenn unser Körper übererregt ist, wenn er in Alarmbereitschaft ist, sich angespannt fühlt und nicht klare Bilder von der Situation hat oder chronische Abläufe rezitieren kann oder bewusste Erinnerungen runterspulen kann.
00:34:33: spüren das im Körper und das wirst du schon gemerkt haben, dass dich gewisse Gerüche oder gewisse geräusche oder eine gewisse Melodie an Dinge erinnert.
00:34:42: Nicht nur an Trauma sondern auch natürlich an schöne Dinge.
00:34:46: aber das ist wie unser Körper reagiert und viele Menschen haben keine Körperwahrnehmung, die bestenfalls spüren hin und wieder mal das vielleicht hier mal ein Schweißausbruch stattfindet oder einen Knoten im Magen.
00:35:03: Aber sie haben nicht diese Wahrnehmungen, die so fein abgestimmt ist zu erkennen dass immer in dieser und jener Situation das Herz schneller pocht oder Kopfschmerzen auftreten oder die Stirn enger wird Schweißnasse Hände kommen oder die Schultern hochgezogen werden.
00:35:25: Und weil viele Menschen diese körperlichen Wahrnehmungen nicht spüren, erkennen sie auch nicht was dahinter steckt und fragen sich auch nicht wo das herkommt!
00:35:37: Und dann passiert das was wir alle erleben Diese Schutzprogramme, diese automatischen Reaktionen die wir entwickelt haben um Überforderung zu vermeiden.
00:35:50: Also Rückzug über Anpassungen Perfektionismus Kontrolle Konfliktvermeidung Überverantwortung und diese Hyperunabhängigkeit.
00:36:03: Die Wirken dann wie Persönlichkeitsmerkmale.
00:36:07: Ja, ich bin halt hochsensibel.
00:36:09: Ich bin halt introvertiert!
00:36:14: Und wenn wir beginnen uns mit solchen Persönlichkeitsmerkmalen die keine Persönlichesmerkmale sind du bist nicht auf die Welt gekommen als Perfektionist Du bist nicht in der Welt gekommen mit Überanpassungen.
00:36:28: Das sind gelernte Schutzprogramme Die dich davor schützen sollten in der Vergangenheit Dich überfordert zu fühlen.
00:36:36: Und wenn wir diese Schutzprogramme als Identität abstempeln, als Persönlichkeitsmerkmal, als Charaktereigenschaft – die halt so sind!
00:36:45: Dann kommen wir nicht auf die Idee dass wir etwas daran ändern könnten.
00:36:50: Und warum solltest du etwas daran ändern?
00:36:52: Naja, ich will dir nicht sagen was du tun solltest.
00:36:54: Aber ich könnte mir gut vorstellen dass auch du jemand bist der sich häufig gewünscht hat sich nicht immer zurückzuziehen wenn er Probleme hat sondern gerne auf andere Menschen zugehen würde und nicht so viel Angst haben möchte vor anderen Menschen oder gerne mal Hilfe in Anspruch nehmen oder Geschweige denn auch nur darum bitten wollen würde.
00:37:17: Ich denke, dass du vielleicht jemand sein könntest, der unter seinem Perfektionismus leidet.
00:37:22: Oder immer überall ist die Kontrolle haben zu müssen und in der Beziehung immer klein beigibt weil du nicht den Mut hast mal einen Konflikt anzusprechen.
00:37:33: Immer wenn du solche Dinge spürst.
00:37:36: Möchtest du die doch verändern?
00:37:38: Du möchtest vielleicht ein anderer Mensch sein, du möchtes dass dein Leben leichter wird das es nicht so anstrengend wird, dass du nicht so viel Angst hast und dass du dir nicht soviel Sorgen machen musst.
00:37:48: aber das gehen wir doch erst an wenn wir das Gefühl haben dass wir eine Wahl haben.
00:37:54: Wenn du das aber als Identität abstempelst!
00:37:57: Wenn du sagst ich bin so Und nicht darüber nachdenkst warum Du so bist!
00:38:03: Und dass nicht du so bist, sondern vielleicht deine Biochemie das so macht oder deine Genetik oder deinen Nervensystem allgemein.
00:38:10: Dann hast du keine Chance zu erkennen, dass du etwas ändern kannst und dabei würde ich dir halt gerne helfen.
00:38:17: Ich möchte, dass die üblichen Symptome irgendwann verlierst.
00:38:23: Die übliche Symptom wie zum Beispiel chronische Anspannung immer in herausfordernden Situation, wenn du eine Rede halten musst oder wenn du in der Schule was präsentieren musst.
00:38:35: Oder wenn du auf ein Date gehst auf ein erstes.
00:38:39: Es gibt Menschen die sind auch emotional taub.
00:38:42: so sehr hat ihr Schutzprogramm sie abgeschaltet von allen möglichen Gefühlen.
00:38:48: Vielleicht hast du ständig Nähe oder Distanzkonflikte mit anderen Menschen.
00:38:54: Das ist, wie sich Trauma im erwachsenen Leben zeigt.
00:38:58: Oder vielleicht bist du ständig unentspannt und reagierst völlig über auf kleine Auslöser!
00:39:06: Also zum Beispiel Du hast was vergessen und statt dich vielleicht darüber zu ärgern oder es zu bedauern und es zu erklären... kriegst du Puls, dir wird heiß.
00:39:17: Du fühlst Scham und Panik und rechtfertigst dich und ziehst dich vielleicht zurück einfach nur weil du irgendwas vergessen hast.
00:39:24: oder dein Partner sagt zu dir ich sehe das ein bisschen anders als du.
00:39:28: und statt darüber in eine Diskussion zu gehen und zu erklären wie du das siehst und zuzuhören wie dein Partner da siehst wirst du plötzlich erstarrt.
00:39:38: du fühlst dich bedroht, du denkst an Flucht.
00:39:41: Du kriegst eine Denkblockade!
00:39:43: Du kriegest Angst!
00:39:44: Du läufst weg!
00:39:46: Du ziehst dich zurück!
00:39:48: Das sind Überreaktionen.
00:39:51: oder wenn du im Job irgendwas falsch gemacht hast und statt es zu korrigieren anzunehmen, dass man mal was vergessen hat dann gehst du eher in die Selbstabwertung oder hast plötzlich Angst vor Kündigungen und deine Gedanken rasen.
00:40:06: Du grübelst so kannst nicht schlafen.
00:40:08: das sind Überreaktionen auf Situationen die eigentlich nicht so dramatisch traumatisch sein sollten.
00:40:19: Und immer wenn du solche überzogenen Gefühle spürst weißt du Stammt aus Trauma, da darfst du reingucken.
00:40:28: Woher kennst Du das?
00:40:29: Wann ist es das erste Mal passiert und warum?
00:40:33: Es gibt auch Menschen die entwickeln Aus Trauma dieses Kontrollmuster Die so viel Details wie möglich haben wollen oder die sie ständig bei ihrem Partner rückversichern müssen ob noch alles gut ist Ob alles in Ordnung ist.
00:40:50: Dieses Kontrollverhalten is ein Muster mit dem man sich schützt nachdem man eine bzw.
00:40:58: eine längere Phase des Traumers erlebt hat, weil ich das von mir selber kenne möchte ich einen kurzen Hinweis geben denn man darf natürlich auch darauf aufpassen.
00:41:10: vielleicht hast du dich jetzt an der ein oder anderen Stelle irgendwie selbst gesehen.
00:41:15: trotzdem Vorsicht Man darf da auch unterscheiden, also ich bin zum Beispiel neurodivergent.
00:41:21: Ich bin auf dem autistischen Spektrum und ich habe ADHS.
00:41:25: wie die Menschen mit Hochsensibilität sind wir natürlich viel stärkerer Kritik ausgesetzt.
00:41:31: Also man kann davon ausgehen Neurodivergente Menschen sind grundsätzlich traumatisiert.
00:41:36: ja das lässt sich gar nicht vermeiden.
00:41:39: in unserer Leistungsgesellschaft wird ja eben fehlende Leistungen wie sie halt bei Menschen sind die sich schlecht fokussieren konzentrieren können, natürlich gegeben.
00:41:50: Die sind natürlich unmöglich nicht zu traumatisieren.
00:41:54: Aber es darf auch unterschieden werden, bin ich jetzt ein neurotypischer Mensch der einfach nur...der einfach nur, aber ihr wisst schon was ich meine.
00:42:04: Traumatisiert ist?
00:42:06: oder bin ich ein neurodivergenter Mensch?
00:42:09: Oder bin ich gerade nur gestresst?
00:42:12: Weil Trauma betrifft immer die Vergangenheit, Stress betrifgt immer nur die Gegenwart und Neurodivergenz hat halt eine Überlappung aus Allem davon.
00:42:24: Also nur weil du dich jetzt möglicherweise an der einen oder anderen Stelle wiedererkannt hast, ich möchte nur warnen Fall nicht in die nächste Falle Dich mit etwas zu identifizieren Weil nochmal wenn Du Dich als etwas identifiziert ist Könnte es passieren dass Du mit dieser Ich sag's mal in Anführungsstrichen Diagnose feststeckst und dir nicht mehr erlauben kannst Dich daraus zu befreien.
00:42:52: Ein übrigens auch sehr weit verbreitete Trauma Response ist die Anhedonie oder auch Affektverflachung genannt, also dieses emotionale Naming, diese emotionale Taubheit.
00:43:08: Wo man das Gefühl hat nicht ganz im eigenen Leben zu sein also wenn manchmal die Geräusche gedämpft klingen und der Körper sich weit weg anfühlt.
00:43:19: Wenn man sich innerlich wie hinter Glas fühlt oder wie auf Autopilot.
00:43:26: Gefühle spürt, wenig Freude und sich so allgemein taub fühlt.
00:43:32: Dann ist das auch ein sehr weit verbreiteter Traumaschutzmechanismus.
00:43:39: Das ist bestimmt keine vollständige Aufzählung von Symptomen wie es sich Trauma äußern kann aber es hilft dir vielleicht so ein bisschen zur Einordnung wo du möglicherweise stehen könntest oder nicht.
00:43:56: Und ich möchte zum Abschluss nochmal ganz deutlich sagen, wenn es noch nicht klar geworden ist.
00:44:02: Trauma oder unsere Reaktion auf Trauma ist kein Charakterfehler!
00:44:09: Es ist ein Schutzprogramm weil unser Nervensystem versucht uns zu helfen.
00:44:16: Unser Nervenystem ist dazu da unser Überleben zu sichern Und das, was das Nervensystem da getan hat als Reaktion auf Trauma.
00:44:26: Das ist nicht falsch!
00:44:28: Ganz im Gegenteil es ist sogar sehr intelligent.
00:44:32: Es ist nur halt vielleicht heute oder in jeder Situation mehr passend.
00:44:40: Also Kontrolle Taupheit Überanpassung Vermeidung Dessertation Übererregungen Das sind Schutzmechanismen Waren zu dem Zeitpunkt damals nötig.
00:44:54: Wir tragen es aber in unser tägliches Leben auch in andere Situationen hinein, weil es eben ein Muster ist das sich irgendwann festgesetzt hat.
00:45:05: Muster sind Überlebenslogiken die uns vor etwas bewahren sollen.
00:45:11: Es geht nicht darum dass du kaputt bist hier an irgendeiner Stelle Aber es geht halt Darum, dass dein Nervensystem überlastet ist wenn du diese Symptome will ich sie mal nennen zeigst.
00:45:25: Und unglücklicherweise wird das durch unsere sogenannte Hasselkulture verstärkt wo du in dieser Leistungsgesellschaft dich ständig überlasten und überfordern musst.
00:45:39: Und wenn wir – und deswegen auch diese Folge, um dir das bewusst zu machen.
00:45:44: Wenn wir uns nicht bewusst darüber sind was wir oder was unser Nervensystem als Überlastung empfindet können wir uns auch nicht selbst schützen und werden immer regider, immer stärker in unsere Schutzmechanismen, in unseren Kontrollmechanismus, in unsere Dissoziation, in unserer Vermeidung gehen wo wir uns vielleicht mehr öffnen dürfen, wo wir vielleicht mehr weicher werden dürfen.
00:46:09: Wo wir vielleicht ein bisschen mutiger sein dürfen.
00:46:11: das würde alles nicht zugelassen werden wenn wir uns so diese Hasselkaltscher hingeben und denken dass wir durch Leistung unseren Wert beweisen müssen.
00:46:22: erst wenn wir erkennen so, wie wir sind gut sind und auch mit unseren Schutzmechanismen die ja einen Sinn haben vollständig sind.
00:46:32: Und nicht kaputt!
00:46:34: Erst dann können wir heilen erst dann können weniger harte Schutzprogramme aufwarten vielleicht können wir sie etwas lockerer lassen Vielleicht können wir den ein oder anderen sogar gänzlich abgeben.
00:46:46: aber dazu müssen wir erstmal verstehen dass wir traumatisiert sind wovon wir traumatisiert sind, warum wir traumatisiert sind.
00:46:55: Erst dann können wir etwas ändern.
00:46:58: und im übrigen wenn du selbst wenn du jetzt immer noch denken würdest dass du nicht traumatisiert bist wenn ich dich immer noch nicht davon überzeugt habe das du eigentlich im Grunde deines Herzens traumatisiert ist Glückwunsch!
00:47:11: Dann gebe ich dir jetzt noch Tipps mit wie du weiteres Trauma oder Trauma überhaupt auch verhindern kannst.
00:47:17: Denn das kannst du!
00:47:19: Wenn Du aufgepasst hast, wenn Du jetzt zugehört hast... Wenn Du jetzt verstehst wie Trauma entsteht weißt Du auch was Du zukünftig tun kannst um Dich in Situationen weniger überfordert zu fühlen so dass sie sich weniger traumatisch anfühlen sodass Du keine oder wenige harte Schutz Programme mehr brauchst.
00:47:41: Zum Beispiel finde Möglichkeiten, dir Sicherheit in deinem Leben zu geben.
00:47:47: Finde Sicherheit in deinem Leben statt dich unsicher zu fühlen und noch härter zu werden!
00:47:54: Noch mehr Kontrolle auszuüben, dich noch mehr über anzupassen, noch mehr zu vermeiden.
00:48:01: Wenn du dich sicher fühlst bei Menschen in Situationen, in Umständen.
00:48:07: Dann ist die Wahrscheinlichkeit dass du ein Grundunsicherheitsgefühl hast das dich in schwierigen Situationen dann überfordert oder traumatisiert viel geringer.
00:48:20: dazu gehört aber auch dass wenn du erkennst dass du in Situation bist wie zum Beispiel Mobbing-Situation oder dass du mit Menschen Kontakt hast wie Freunden, die nicht für dich da sind, die dich nicht unterstützen oder von denen du dich kritisiert fühlst.
00:48:36: Dann darfst Du auch darüber nachdenken ob Du daran etwas verändern möchtest, ob Du Dich aus der Beziehung lösen möchtet, ob Tu dir andere Freunde suchen möchtes Ob Du den Kontakt zu diesen Menschen vielleicht etwas einschränken möchtis damit diese Grundsicherheit sich bei Dir festigen kann Und natürlich auch deswegen, damit du jemanden hast von dem du dich koregulieren lassen kannst.
00:49:00: Mit dem du sprechen kannst über eine unangenehme Situation der dich halten kann, der dir nicht die einzige Option lässt allein durchs Leben zu gehen.
00:49:10: Allein durch Situationen zu gehen, allein durch schwierige Situationen durchzugehen und Du darfst auch daran arbeiten diese Körperwahrnehmungen zu stärken und ernst zu nehmen.
00:49:23: Mehr darauf zu achten, was für Körperreaktionen du in herausfordernden Situation hast wenn du eine Rede halten musst oder wenn du ein Telefonat führen musst oder auf dein erstes Date gehst.
00:49:36: Erstmal nur wahrnehmen, was dein Körper eigentlich tut und dann mal darüber nachdenken ist das gerade Stress?
00:49:41: Ist es Angst?
00:49:44: Ein Trigger aus alten Erfahrungen?
00:49:45: einfach nur wahrnemen Ernst nehmen, dich nicht dafür verurteilen dass du übersensibel bist und doch einfach nur die Zähne oder den Arschbacken zusammen kneifen musst weil andere kriegen das ja auch hin.
00:49:57: Auch ein Punkt sich nicht mit anderen vergleichen.
00:50:01: Anerkenne deine Individualität.
00:50:04: Die meisten Faktoren von wo du dich mit anderen Vergleich sie sind hier überhaupt nicht von dir verschuldet sondern die sind biologisch angelegt die sind genetisch in dich eingepflanzt.
00:50:18: Und deswegen darfst du da auch Dich nicht, darfst Du schon!
00:50:22: Aber es ist halt nicht hilfreich Dich mit anderen zu vergleichen die eben genetisch ganz anders geprägt sind deren Biochemie, deren Level an Oxytocin und Serotonin und Adrenalin ein ganz anderer is als Dein eigener.
00:50:36: Das ist ja Unsinn Dich Mit Menschen Zu Vergleiche Die eine Ganz andere Erfahrung gemacht haben Als Du.
00:50:45: Und auch ein ganz wichtiger Punkt, nicht in diese Überforderung zu kommen die dich potenziell traumatisieren könnte ist Grenzen für Dich selbst dann zu benennen.
00:50:55: Nachdem Du erkannt hast mit in welchen Situationen wie Dein Körper darauf reagiert und ob mit Stress oder Überforderungen oder ähnlichen Dann darfst Du Dir halt auch eigene Grenzen setzen.
00:51:06: Ich weiß dass mich diese Situation überfordert also werde ich zukünftig XY Vielleicht jetzt nicht unbedingt die Situation vermeiden, weil wir haben ja jetzt gelernt dass das eben ein Trauma-Response ist.
00:51:17: Ein Schutzmechanismus.
00:51:19: aber wenn es am Ende nicht anders geht dann vermeide diese Situation!
00:51:23: Aber viel interessanter wäre doch in dieser Situation nachzudenken.
00:51:26: was könnte mir Sicherheit geben?
00:51:30: Was könnte mir Stabilität geben wie zum Beispiel statt diese Situation zukünftig zu vermeiden einen vertrauenswürdigen Freund mitnehmen zB.
00:51:40: Oder du könntest etwas tun, um dein Selbstbewusstsein allgemein ein bisschen zu steigern damit du dich selbst sicherer über dich fühlst.
00:51:50: Was macht dich selbstbewusster?
00:51:51: Eine Weiterbildung vielleicht wo du deinen Wissen ausbaust oder deinen Körpers stehlen damit du Dich wohler in Deiner Haut fühlste?
00:52:01: das könnten zum Beispiel Dinge sein nicht für andere Für dich selbst.
00:52:06: Und wie gesagt die gesunden Grenzen dann für dich eben ziehen.
00:52:10: Nicht pushen, wenn du in eine Situation kommst wo du das Gefühl hast dass es jetzt zu viel sondern vielleicht draus hervorgehen oder eine Art zu finden sich selbst zu regulieren denn Regulation ist viel viel wichtiger als Stärke zu demonstrieren.
00:52:28: Stärke ist das im Grunde eigentlich stark vereinfacht.
00:52:31: aber stärke ist eigentlich das was uns ja traumatisiert Durch etwas hindurch zu gehen und die Zähne zusammenzuweisen, das traumatisiert dich.
00:52:39: Aber wenn du es dir gelingt, dich zu regulieren... Das ist Stabilität!
00:52:45: Und der wichtigste Punkt, aber ja da predige ich wohl glaube ich zu den Falschen weil wir alle sind so gestresst.
00:52:54: Stress reduzieren wäre so wichtig!
00:52:56: Weil ein gestresstes Nervensystem ist wesentlich anfälliger als ein ruhiges ausgeglichenes Nerven-System.
00:53:03: Wir sind alle gestreszt.
00:53:04: Wir sind von der Arbeit gestreskt, wir sind es von zu vielen Menschen gestrescht.
00:53:07: Wir waren zu viel Lärm und Geräuschengestress ständige Dauerbeschallungen von Information und von Geräuschen.
00:53:17: Wir sind viel zu selten allein, alleine mit unseren Gedanken oder nur mit unserem Atem.
00:53:24: wir haben ständig Input, Input ,Input.
00:53:28: Menschen Tiere Geräusche Lichter viel zu viel Stress fürs Nervensystem.
00:53:35: Ja und deswegen nehmen auch die traumatischen Ereignisse oder Reaktionen der Menschen immer mehr zu, die Menschen sind alle reagieren über sie sind kontrollierend.
00:53:48: ach du lieber Gott was ich alles im Dating da manchmal mitbekomme.
00:53:53: es ist der Wahnsinn.
00:53:54: also vor zwanzig Jahren noch wäre diese Art der Kontrolle die vor allen Dingen jetzt schon Jugendliche versuchen auf gegenseitig auszuüben, während sie beginnen eine Beziehung mit jemandem aufzubauen.
00:54:06: Das ist unvorstellbar gewesen.
00:54:09: aber die Menschen sind gestresst.
00:54:11: Sie dissoziieren von der Realität durch Ablenkung, durch Doomscrolling... Netflix gucken, sie reagieren völlig über in vermeintlich harmlosen Situationen.
00:54:27: Wird überreagiert und wird sich aufgeregt oder man geht in diese Überanpassung.
00:54:34: ja und Kontrolle ist wirklich unglaublich schlimm geworden.
00:54:38: Und das liegt halt eben da dran dass wir alle ein völlig überfordertes gestresstes Nervensystem haben.
00:54:46: So, jetzt habe ich fast wieder eine Stunde gebubbelt.
00:54:51: Ich möchte das hier an der Stelle abschließen.
00:54:55: Ihr möchtet dich nur einladen wenn du merkst dass dein Körper manchmal stärker reagiert als die Situation es eigentlich hergibt dann Könnte es sein, dass das ein Hinweis darauf ist, dass dein Nervensystem vielleicht ein altes Schutzprogramm aktiviert.
00:55:10: Das ist kein Fehler.
00:55:11: du bist nicht kaputt, das ist Biologie.
00:55:15: aber wenn du dich hier an der einen oder anderen Stelle in einem der Beispiele wiedergefunden hast dann heißt das auch nicht zwingend, dass du traumatisiert bist sondern nur dass dein nervensystem gelernt hat dich zu schützen.
00:55:30: Vielleicht hast du auch Interesse in die nächsten Folgen reinzuschalten, denn da wollen wir uns anschauen wie das Trauma genau entsteht und wie man es dann erkennt.
00:55:41: Und was ist wirklich bedeutet traumatisiert zu sein?
00:55:46: Ich will gar kein Drama reinbringen ich will auch gar nicht pathologisieren!
00:55:50: Ich möchte einfach nur über Körperlogik und Selbstwirksamkeit etwas tiefer sprechen und ich hoffe dass jede der folgenden Folgen dir kleine konkrete Schritte an die Hand geben wird können, die dir helfen können dein Nervensystem noch besser zu verstehen und mit dir selbst etwas milder zu werden.
00:56:10: Wenn du möchtest kannst du also mit mir hier in den noch kommenden Folgen ein Stück weitergehen und Stück für Stück lernen warum du vielleicht bist wie du bist mehr spüren kannst, wer du wirklich bist und wie du dich selbst regulieren kannst.
00:56:30: Diese erste Folge ist jetzt erstmal nur rein eine Informationsfolge gegeben, wo ich dir wie gesagt erst mal ein bisschen Klarheit geben wollte bevor ich jetzt in den nächsten Folgen vielleicht mit kleinen Übungen oder auch mit hypnotischen Sequenzen arbeiten werde.
00:56:47: Heute ging es wirklich nur darum zu verstehen und nicht darum etwas zu verändern und deswegen wird das heute auch keine Entspannungsreise am Schluss geben aber bis zum Schluss dabei geblieben bist und sage vielen Dank fürs Zuhören.
00:57:05: Und bis zum nächsten Mal!
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