Dein Verstand heilt kein Trauma (Serie "Trauma", Ep. 3)

Shownotes

  • Warum das reine Verstehen deiner Vergangenheit das Herzrasen im Hier und Jetzt leider nicht beruhigt.
  • Warum wir Trauma nicht "wegintelektualisieren“ können und wie der Körper die Führung übernimmt.
  • Wie du deinem Nervensystem durch Orientierung im Raum echte biologische Beweise für Sicherheit lieferst.
  • Was dein persönliches Belastungsfenster elastisch macht und wie Trauma es verengt.
  • Warum dein System Zeit braucht und wie winzige, tägliche Momente der Regulierung die größte Wirkung entfalten.
  • Wie du aufhörst, dich reparieren zu wollen, und stattdessen lernst, wieder ins Spüren zu kommen.
  • Konkrete, körperliche Übungen, die du beim nächsten Mini-Trigger sofort anwenden kannst.
  • Sanfte, erlaubende Affirmationen für deinen Körper, um vom Denken ins tiefe Aufatmen zu kommen.

Transkript anzeigen

00:00:05: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge

00:00:08: des Podcasts Glücklich, Lieben und Leben.

00:00:12: Mein Name ist Stephanie und das ist die dritte Folge in einer

00:00:16: Reihe zum Thema

00:00:18: Trauma.

00:00:19: Und in dieser Folge sprechen wir über den Beginn echter Heilung, was geheilt sein im Kontext von Trauma überhaupt bedeutet.

00:00:29: Ich hoffe dass ich damit den Druck für dich rausnehmen kann, dich in irgendeiner Art und Weise optimieren zu müssen!

00:00:39: In der ersten Folge dieser Serie mit dem Folgentitel Das Trauma, das wir für normal halten habe ich darüber gesprochen was Trauma eigentlich genau ist und wie Trauma in uns entstehen kann.

00:00:53: In der zweiten Folge die hieß getriggert und hilflos habe Ich darüber gesprochen Wie Trigger zustande kommen Und dass das nicht über dich aussagt du wärst empfindlich oder hysterisch und dass die Bewertung durch Dritte, ob du dich getriggert fühlen darfst oder nicht eigentlich völlig unerheblich ist.

00:01:16: Und wieso?

00:01:18: In dieser Folge werde ich darüber sprechen wie Trigger geheilt werden können bzw was Heilungen überhaupt bedeutet.

00:01:27: Deswegen möchte ich die Folge gleich mal damit beginnen ein Missverständnis auszuräumen vielleicht möglicherweise in den vorherigen Folgen ausgelöst wurde, dem wir aber grundsätzlich unterliegen.

00:01:41: Nämlich dem Konzept der Heilung davon abgesehen dass ich sowieso der Meinung bin das wir nicht wirklich krank sind oder kaputt sind und wir deswegen nicht heilen müssen sondern dass wir oder etwas in uns nur außer Balance geraten ist ist aber im generellen wenn es um als Körpererinnerung einer in der Vergangenheit liegenden Traumata-Erfahrung.

00:02:12: dass für diesen Trigger das Ziel nicht ist, dass der Trigger nie wieder auftaucht.

00:02:18: Auch wenn unser erster Impuls ist, das genau die Heilung ist.

00:02:22: Wenn wir uns selbst als überempfindlich empfinden, wenn wir von anderen gespiegelt bekommen, dass wir uns unverhältnismäßig aufregen in immer wieder den gleichen Situationen dann verstehe ich den Wunsch, wird oder nicht mehr so stark bedient wird, muss ich ja sagen.

00:02:45: Weil wenn wir getrickert sind dann passieren ja verschiedene Dinge wie ich in Folge zwei schon erklärt habe Wir werden vielleicht laut oder wir laufen weg Vielleicht aber auch so subtil Wie dass wir in den Perfektionismus Modus gehen oder Verlustängste entwickeln und das sind keine angenehmen Gefühle Und die hätten wir gerne am liebsten weg.

00:03:08: Aber weil ja diese verdammten trigger nicht weggehen, weil wir immer wieder getrickert werden wenn jemand mit uns in einem gereizten Ton spricht oder uns kritisiert.

00:03:18: Oder dass wir immer in Panik raten, wenn jemand ankündigt er müsse mit uns reden Wir wollen das nicht spüren.

00:03:24: also versuchen wie die Gefühle die mit diesem Tricker einher gehen diese Ängste dieser Überreaktion zu unterdrücken und machen dadurch die Sache eigentlich viel schlimmer Weil wir nämlich dann diesen trigger in uns fest verankern und nicht loswerden.

00:03:39: Und wie ich schon sagte, das Ziel ist nicht dass der Trigger nicht mehr auftaucht.

00:03:43: Ziel ist auch nicht dass wir die Gefühle so gut unterdrücken, dass wir den anderen nicht mehr zeigen, was wir getrickert sind.

00:03:51: Das gewünschte Ziel, was ich mir erhoffe zusammen mit euch zu erreichen ist, dass es irgendwann gelingt zwischen dem Trigger, dem Auslöser und unserer automatischen impulsiven Reaktion darauf.

00:04:08: Das Laut werden das weglaufen, das Weinen zurück beleidigen, dass wir genug Pause dazwischen bekommen, dass unsere Wahlmöglichkeit wahrnehmen können, weil eigentlich haben wir die Wahl.

00:04:31: Wenn es uns gelingt eine Pause zwischen dem Trigger und unserer impulsiven körperlichen automatischen Reaktion, die aus unserem Nervensystem entspringt, eine so lange Pause einzulegen dass wir innehalten können bemerken können auf eine energetische Art und Weise, weil der Verstand braucht viel zu lange bis er sich das überlegt hat.

00:04:51: Aber trotzdem auf einer körperlichen Art feststellen können.

00:04:55: Ah ja, hier ist wieder der Trigger von mir!

00:04:58: Ja ich weiß, ich kenne den schon.

00:05:00: da springt immer an wenn ich kritisiert werde weil ich mich dann minderwertig fühle und mich das schmerzt und mich dadurch wütend macht.

00:05:09: Wenn wir dann inhaltet können Dann haben wir die Möglichkeit den Impuls zu unterdrücken zum Beispiel wegzulaufen oder den anderen gegen zu beleidigen sondern vielleicht eine gesündere Reaktion zu zeigen eine Reaktion über die ich im weiteren Verlauf dieser Folge noch sprechen werde.

00:05:28: Aber mir ist erstmal wichtig nochmal darüber zu sprechen, dass diese Pause zwischen Trigger und Reaktion nicht so einfach erreicht werden kann, weil wir uns das jetzt heute – weil wir eine tolle Podcast-Folge gehört haben – einrichten können.

00:05:43: Sie wird nicht automatisch kommen, so etwas darf und muss über lange Zeit geübt werden, überhaupt erst feststellen werden.

00:05:55: Ach ja, Mensch Ups!

00:05:56: Das war ein Trigger.

00:05:58: Ich habe ein bisschen überreagiert und ich habe die Situation völlig verkannt.

00:06:04: Ich hab mir solche Sorgen gemacht dass mit dieser Nachricht mein Partner mit mir Schluss machen will und deswegen bin ich schon völlig ausgerastet.

00:06:11: aber in Wirklichkeit wollte er mit mir nur den Putzplan am Wochenende besprechen oder ähnliches.

00:06:15: das erkennen wir ja meist erst im Rückblick Und das ist in Ordnung so weil unser Nervensystem jahrelang, vielleicht sogar jahrzehntelang in einem Alarmmodus und einem Schutzmodus gelaufen ist wo wir uns diesen Impuls und diese Reaktion auf unseren Triggerjahren trainiert haben.

00:06:35: Das lässt sich nicht mit einem bloßen das mache ich ab heute anders abschalten.

00:06:40: Und deswegen auch hier das Missverständnis ausgeräumt dass jetzt nur weil du die Folge hörst und den Plan hast das zukünftig anders zu machen nicht passieren.

00:06:53: Du wirst erst mal Erkenntnisse gewinnen durch Rückblicke auf solche getrickerten Situationen, du wirst verschiedene Pläne entwerfen, du wird sie ausprobieren und danach wieder reflektieren, wieder planen, wieder ausprobierend und ganz viel scheitern!

00:07:11: Und deswegen hoffe ich und deswegen hier auch schon meine Einladung, auch im weiteren Verlauf dieser Serie geduldig und liebevoll mit dir selbst zu sein.

00:07:22: Zu bleiben!

00:07:23: Nicht zu verzweifeln nicht wütend mit dir zu werden wenn dir nicht die vermeintliche quote unquote anführungszeichen Heilung dieser Trigger gelingt.

00:07:33: Irgendwann wirst du auch in den Situationen dann die Lücken oder die Möglichkeiten zu einer Pause wahrnehmen und wirst trotzdem vielleicht noch deinem Impuls nachgeben, obwohl du sie wahrnimmst.

00:07:46: Und irgendwann wird es dir gelingen über die Zeit mit jedem Moment, mit jedem Trigger, mit jeder Situation.

00:07:53: Wird es dir immer besser gelingen eine bewusste Entscheidung für eine ruhigere Impulsreaktion oder eine ruhiggere generelle Reaktion zu treffen?

00:08:05: Wie gesagt, auch da wirst du immer wieder Rückfälle erleben weil ein anderer Trigger dich erreichen wird als der vom letzten Mal.

00:08:13: Auch wenn mehrere unterschiedliche Trigger möglich sind es hängt ja auch ganz viel von deiner Tagesform ab ob du an dem Tag in der Lage bist diese Pause und Lücke zu finden und eine gesündere Entscheidung für deine Reaktion zu treffen oder nicht.

00:08:29: Es ist Okay getriggert zu sein, weil du unverarbeitete traumatische Erfahrungen gemacht hast.

00:08:37: Es ist okay das dein Nervensystem versucht dich zu beschützen!

00:08:41: Es ist ok sich zu wünschen dass es anders wäre, dass du nicht so heftig reagierst, nicht so wütend und in die Flucht gehst oder zurück beleidigst.

00:08:52: Es is ok es anders versuchen zu wollen, es ist ok es nicht immer zu schaffen.

00:08:57: Du bist OK.

00:09:00: Es ist mir super wichtig.

00:09:02: Dieser Aspekt, deswegen erwähne ich ihn nochmal.

00:09:05: Dass die Erkenntnis allein wie Trauma entsteht und du vielleicht erkennst wann bei dir das Trauma entstanden ist durch welche Situation oder Situation nennen und was da genau in dir weh tut wenn ein Trigger dich überfällt Wenn Du die Erkennnis schon hast oder sie noch über die Zeit kommt dieses Wissen allein und deswegen heißt die Folge so Dieses Wissen Allein Wie Trauma funktioniert dein ganz persönliches Trauma stammt.

00:09:34: Und was in dir vorgeht, wenn ein Trigger sich zeigt?

00:09:37: Das Wissen wird dich nicht heilen!

00:09:40: Die Erkenntnis wird nicht ausreichend dich zu heilen.

00:09:46: Warum?

00:09:48: Naja weil wie ich schon in Folge eins und zwei versucht habe deutlich zu machen es geht nicht Darum, dass dein Verstand etwas zu lernen hat.

00:09:58: Weil ich bin ziemlich sicher, dass du im Nachhinein immer feststellst das du heftig vielleicht zu heftig reagiert hast.

00:10:06: Dass du empfindlich vielleicht zu empfindlig reagiert hasst.

00:10:09: Wobei ich mir wünschen würde, dass ihr dir über die Zeit gelingt diese Bewertung rauszunehmen Denn Du bist nicht zu empfindlich.

00:10:16: Deinen Nervensystem ist Empfind Sam, weil es versucht über Körperreaktionen und dazu gehört halt auch dein impulsives Zurückschlagen oder Weglaufen.

00:10:28: über Körperimpulse dich zu beschützen.

00:10:32: Deswegen bringt es überhaupt nichts, wenn dein Körper in Alarmbereitschaft ist und Adrenalin- und Cortisol ausschüttet die ja bekanntlich deinen Denken und deine Logik lahm legen da sauer darauf zu sein weil es hat ja seinen Zweck und seinen Sinn warum da dein Körper, deine Körpererinnerung rein springt und nicht deine Logiken.

00:10:54: Da will dich jemand beschützen vor diesem Schmerz den du aus der Vergangenheit irgendwo kennengelernt hast und noch in dir unverarbeitet schlummert, denn erst wenn wir diesen Schmerz annehmen.

00:11:06: Wenn wir ihn erkennen, wenn wir ihn benennen und integrieren hier aufpassen nicht wegmachen, nicht eliminieren, nicht heilen sondern integriere weil diese Art Schmerzen die aus einer traumatischen Erfahrung stammt wie Mobbing oder Vernachlässigung in der Kindheit oder ähnliches Schmerz wird nie weggehen, weil unser Nervensystem nicht loslassen kann.

00:11:32: Weil es muss ja dafür sorgen dass du auch wenn du miterlebt hast oder gehört hast oder am eigenen Leib erfahren hast das dich der Säbelzahntiger um dein Leben kosten kann musst ein Nerven System Dich in Alarmbereitschaft halten Wenn Du wieder einem Säbelsahntieger begegnest!

00:11:48: Oder wenn Du einem Tierbegegnest das Dir unbekannt ist und potentiell gefährlich werden könnte ebenso großen Zähnen begegnest, dein Nervensystem darf nicht vergessen.

00:12:00: Wenn es einmal die Erfahrung gemacht hat das es dich dein Leben kosten könnte wenn es dich nicht fortieren mit großen Zänen warnt.

00:12:08: und diese evolutionäre Logik diesen Schutzmechanismus den verlieren wir auch in modernen Zeiten nicht wo unsere größte Gefahr vielleicht ist aus einem Job gefeuert zu werden oder von unserem Partner verlassen zu werden noch in uns verankert.

00:12:27: Und deswegen können wir unsere Traumata und damit unsere Traumaerinnerung, und damit unseren heutigen im Alltag auftretenden unbewussten Trigger auch nicht mit unserem Verstand abschalten!

00:12:42: Unser Verstand kann noch so sehr Wissen, dass ein Trigger eine solche Erfahrung ist.

00:12:49: Dein Körper wird trotzdem auf den Tricker reagieren.

00:12:52: Du wirst Herzrasen haben, du wirst Puls haben, vielleicht schrittsige Hände haben.

00:12:56: Deinen Atem wird zu schnell sein und einen Knoten im Magen haben.

00:13:00: Das Adrenalin wird dein Hirn lahmlegen... Und dann ist ja sowieso denken- und vernunft nicht möglich!

00:13:07: Daher ist eine wichtige Erkenntnis, die ich dir jetzt mitgeben möchte.

00:13:12: Heilung bedeutet nicht dass du dein Trauma wegmachen wirst können.

00:13:17: Heilungen bedeutet auch nicht das du nie wieder Trigger spüren wirst weil Trauma nicht wegintelektualisiert werden kann.

00:13:25: aber es kann besser werden.

00:13:27: diese Lücke kann entstehen zwischen dem Trigger und unserer bewussten Entscheidung für eine andere Reaktion darauf.

00:13:37: Und das erreichen wir über zwei Säulen, die uns in dieser Situation dann stabilisieren und in Balance bringen.

00:13:46: Die zwei Säusen der ersten Phase der Trauma-Heilung – es gibt noch viele weitere Phasen aber wir fangen ja jetzt erstmal an über Trauma Heilungen zu sprechen – sind Selbstregulation hohe Regulation durch andere Menschen, aber auch durch Tiere oder durch Natur.

00:14:10: Und selbst Regulation bedeutet das es uns gelingt dass wir dem Körper signalisieren dass die vermeintliche Gefahr die durch ein Trigger ja wieder in uns in Erinnerung gerufen wird und die aus früheren unverarbeiteten Trauma stand dass diese Gefahr heute im hier-und jetzt wo wir diesen trigger erleben vorbei ist.

00:14:34: und das kann man durch Tools tun, wie zum Beispiel durch Somatic Tracking.

00:14:41: Das ist wenn wir in dem Moment innehalten und unseren Blick herumschweifen lassen und z.B.

00:14:49: drei blaue Gegenstände zählen oder indem wir den Boden unter den Füßen spüren oder ähnliche Dinge die uns in den Körper zurückholen und uns in dem moment zeigen ja aber grad is ja auch hier was ganz anderes ungefährlicheres los.

00:15:06: Und natürlich ist Selbstregulation am allerwichtigsten, aber der Mensch ist nicht dafür gemacht alles ganz allein mit sich auszumachen.

00:15:16: Deswegen ist eben Selbstisolation und Rückzug eigentlich das gefährlichste was wir tun können wenn wir traumatisiert sind.

00:15:26: Wir brauchen andere Menschen die uns koregulieren Das heißt unser Nervensystem beruhigt sich dann im Kontakt mit anderen ruhigen Nervensystem viel eher.

00:15:40: Also eine andere Stimme, ein Blick vielleicht auch eine Umarmung, ein ermunterndes Wort einer anderen Person dessen Nervenystem in der Ruhe ist.

00:15:51: Daher sind diese beiden Säulen für die Heilung im Triggermoment sehr wichtig durch diese Selbstregulierung und durch die Inanspruchnahme von Co-Regulierungen, in dem Fall jetzt.

00:16:08: anderen Menschen gelingt es uns unser Fenster der Toleranz etwas mehr zu dehnen, denn durch das erlebte Trauma ist dieses Belastungsfenster in uns stark geschrumpft.

00:16:21: So dass wir bzw.

00:16:23: unseren Nervensystem relativ schnell wieder anspringt sobald wir in eine Situation kommen die uns an dieses vergangene Trauma Bedrohung oder Ähnlichen wieder erinnert.

00:16:41: Je mehr wir uns zurückziehen und je mehr wir bekämpfen, wird auch dieses Belastungsfenster mit dem wir selbst reguliert auf belastende Situationen oder bei diesen Erinnerungen an frühere Belastungen führen immer kleiner und kleiner.

00:16:57: Es ist wichtig, dass wir durch selbst die winzigsten kleinen täglichen Momente von Regulationen dieses Fenster wieder sanft dehnen.

00:17:09: Das bedeutet das wir nicht mit Brachialgewalt in solche Situation reingehen und uns Vorwürfe machen, wenn wir ein Trigger spüren.

00:17:21: Und mit Gewalt versuchen, uns abzulenken und die Gefühle, die der Trigger in uns auslöst, weg zu drücken.

00:17:29: Dann würde unser Nervensystem ja weiterhin überfordert sein.

00:17:33: Wir haben es nur versteckt, nur zugedeckt, aber das Nervenystem kämpft darunter immer noch weiter.

00:17:43: Das ist eine Art Überforderung, die dann noch zusätzlich draufkommt.

00:17:48: Wir spüren ja diesen Trigger!

00:17:49: Wir werden ja gereizt durch Muster oder Erlebnisse, die uns an früheres Trauma erinnern, weil unser Nervensystem damals so überfordert war und weil wir eben diese Erinnerungen nicht koregulierend mit anderen verarbeiten konnten sondern weil wir es eben versteckt haben, weil wir sie unterdrückt haben, Weil wir es weggeschoben haben, Und deswegen hilft es nicht zu einem heute noch überforderten Nervensystem, dessen Körper sich erinnert das es überfordert ist.

00:18:23: Noch mehr Überforderung hinzuzufügen und ganz im Gegenteil Es könnte sogar auch noch retraumatisierend wirken und das gesamte Trauma noch viel schlimmer machen.

00:18:34: und mit jedem Trigger werden unseren Reaktionen immer heftiger und heftiger.

00:18:40: Dieser Prozess zu lernen, sich selbst zu regulieren.

00:18:43: Sich mithilfe von anderen oder von Tieren oder mit der Natur zu co-regulieren so ein Prozess braucht Zeit!

00:18:51: Du kannst nicht einen Nervensystem das über Jahre vielleicht sogar Jahrzehnte eine Schutzstrategie aufgebaut hat in wenigen Tagen oder Stunden heilen, beruhigen, besänftigen.

00:19:06: aber jeder kleine Schritt zählt jeder kleine Erfolg, wo du deinem Körper signalisiert hast dass die Gefahr heute vorbei ist indem du diese Übungen vielleicht machst.

00:19:18: Du kannst dich ja mal im Internet erkundigen was da so hilft sich in den Augenblick zurückzuholen weil das Nervensystem bei einem ausgelösten Triggerjahr unbewusst sich an die Vergangenheit erinnert.

00:19:32: es ist so wichtig irgendwie unseren Körper dazu zu bringen in den Augenblick zu kommen sich nicht mehr unbewusst an das Trauma der Vergangenheit zu erinnern, sondern dem Körper zu signalisieren.

00:19:44: Ja guck doch mal wir sind doch gerade hier eigentlich sicher auch wenn diese WhatsApp gekommen ist die signalisiert dass mein Partner unzufrieden mit mir ist.

00:19:54: es muss nicht bedeuten dass er mit mir Schluss macht.

00:19:56: Das strengt mich jetzt grade sehr an das ist klar.

00:19:59: aber ich muss jetzt nicht zurück antworten und total verängstigt klingen oder sofort meinen Shopping Ausflug unterbrechen und nach Hause rennen um mit ihm zu reden.

00:20:08: Ich bin sicher hier im Moment, weil ich sehe diese drei blauen Dinge oder kann den Boden unter meinen Füßen spüren.

00:20:17: Also was möchte ich sagen?

00:20:19: Das bloße Wissen, was Trauma ist und woher deine Trigger rühren.

00:20:24: Und das es wichtig ist eine Pause zwischen dem Moment der dich triggert und deinen impulsiven Reaktion zu bekommen – das Wissen allein wird dich nicht heilen!

00:20:34: Es ist wichtig dass du lernst ganz für dich persönlich dir ja nicht sagen, was für dich passt.

00:20:41: Ganz für dich persönlich das Tool zu finden dass es dir ermöglicht im hier und jetzt anzukommen und nicht impulsiv zu reagieren zurückzubeleidigen wegzulaufen oder ähnliches.

00:20:54: diese mini interventionen die darfst du in zukunft ausprobieren.

00:21:01: also Diese Orientierung im Raum, den Blick schweifen lassen und etwas benennen.

00:21:06: Drei blaue Dinge oder vier rechtäckige.

00:21:11: Den Boden spüren oder wo dein Hintern den Stuhl berührt also Körperkontakt.

00:21:17: du kannst zum Beispiel diese fünf, vier drei zwei eins Übungen machen von der Du schon mal gehört hast.

00:21:24: Also fünf Dinge sehen, vier Dinge spülen, drei Dinge hören, zwei Dinge riechen und eine Sache schmecken.

00:21:32: Du kannst Atemübungen machen, vier Schläge einatmen durch die Nase und acht Schlägen durch den Mund wieder ausatmen.

00:21:40: Du kannst dich selbst berühren funktioniert auch gut.

00:21:44: du kannst eine Hand auf dein Herz und einer auf deinen Bauch legen und dabei in den Bauch hinein atmen und damit den Kontakt zu deinem Atem herstellen und damit langsam dein Nervensystem beruhigen.

00:21:55: wenn du vielleicht sehr stark in Panik gerätst hat sich auch bewährt einen Gummiband am Handgelenk schnappen zu lassen, also Schmerz.

00:22:05: Wenn es nicht ganz so brutal sein braucht dann kannst du auch vielleicht Temperaturreize machen eine warme heiße Heizung anfassen oder dir kaltes Gesicht ins Wasser spritzen.

00:22:15: Es geht darum, dass nicht das Ziel ist den Trigger in dem Moment zu beenden sondern diese Pause zu erzeugen.

00:22:24: Diese Lücke zwischen Trigger spüren und impulsiv darauf reagieren damit du den Autopilot unterbrechen kannst denen dein Nervensystem über viele viele Jahre hinweg in dir abgespult hat und dem du dich bisher hilflos ausgeliefert hattest.

00:22:41: Und damit möchte ich es an dieser Stelle jetzt erstmal belassen.

00:22:46: In der nächsten Folge in Erfolge Nummer vier, die dann zwei Wochen später kommt, möchte ich darüber reden wie... weil ich das Thema Co-Regulation ja angesprochen habe.

00:22:57: ...wie zwischenmenschliche Beziehungen paradoxerweise die meisten Traumataar in Menschen erzeugen.

00:23:05: aber auch zwischenmännliche Beziehungen Das sind was wir dann brauchen um unser Trauma befrieden zu können.

00:23:13: Und warum das so ist?

00:23:15: Weil zwischenmenschliche Beziehungen sind eben auch wichtig für die notwendige Heilerfahrung, wenn wir durch Menschen in der Vergangenheit verletzt wurden.

00:23:24: und ich möchte auch in der nächsten Folge darüber sprechen und sehr deutlich machen, warum instinktive Selbstisolation eher das Trauma lebendig hält und wie wir es mit Hilfe von Menschen wieder besänftigen können.

00:23:39: Jetzt sage ich aber erst mal vielen Dank und ich hoffe, dass dir diese Folge vielleicht die eine oder andere Erkenntnis über dich selbst gebracht hat.

00:23:50: Und wenn du denkst das diese Folge für dich hilfreich oder interessant war und dementsprechend vielleicht auch für andere Interessant sein könnte dann würde ich mich über eine Bewertung des Podcasts sehr freuen.

00:24:02: damit machst Du den podcast sichtbar und bringst andere Menschen möglicherweise dazu heilsame Erfahrungen mit meinen Folgen zu machen.

00:24:13: Und falls du irgendeine Frage hast oder noch einen Vorschlag für eine weitere Podcast-Folge, ich habe einen Instagram Account auch wenn nicht dazu gegebenermaßen noch nicht so aktiv bin.

00:24:25: das soll noch kommen aber du kannst mir dort zumindest ins eine Nachricht schreiben oder eine Frage stellen und der instagram account lautet GLL.de.

00:24:34: GLL Für glücklich lieben und leben GLL.de.

00:24:40: auf Instagram!

00:24:42: Jetzt erstmal vielen Dank fürs Zuhören und falls du Interesse hast noch an einer kleinen Entspannungsreise, die mögliche Botschaften oder heute gewonnenen Erkenntnisse in dir einpflanzen und verankern darf dann bleibt doch jetzt noch einen Moment dran.

00:25:00: und bei allen anderen sage ich vielen dank fürs zuhören und dabei sein und bis zum nächsten mal.

00:25:09: Der folgende Teil

00:25:10: ist

00:25:11: nun eine

00:25:13: Entspannungsreise, bitte höre sie nur

00:25:17: wenn du gerade in einer sicheren Umgebung bist.

00:25:21: Wenn du sitzt oder liegst und

00:25:23: nicht

00:25:24: tust

00:25:24: das

00:25:25: anderweitig deine Aufmerksamkeit benötigen würde wie zum Beispiel Autofahren oder schwere Maschinen bedienen.

00:25:38: Mach es dir also nun

00:25:39: an einem ruhigen ungestörten Ort für ein paar Minuten bequem.

00:25:49: Wenn Du soweit bist und das gerne möchtest, darfst du in deinem eigenen Tempo deine Augen schließen.

00:26:04: Richtet Deine Aufmerksamkeit nun auf deinen Atem, nimm ihn einfach nur wahr

00:26:16: und beobachte wie die Luftkühl in Deine Nase

00:26:19: strömt.

00:26:32: darfst du dich ganz in Dich selbst sinken lassen.

00:26:38: Für diesen Augenblick brauchst Du gar nichts zu tun, nur wahrzunehmen, in welchem Tempo und in welchen Rhythmus sich Deine Brust und Dein Bauch beim Atmen auf- und abbewegen.

00:27:06: Nimm als nächstes einen tiefen Atemzug durch die Nase in Deinen

00:27:11: Bauch hinein

00:27:13: Und halte ihn dort

00:27:14: für einen Augenblick

00:27:17: und lass ihn dann aus dem Mund langsam und kontrolliert

00:27:20: wieder ausströben.

00:27:27: Und jetzt noch einmal

00:27:28: nasa einatmen, halten...

00:27:33: ...und durch den Mund langsam

00:27:34: wieder ausatmen.

00:27:41: Und noch ein

00:27:42: letztes mal nasa Einatmen... Halten!

00:27:48: Und durch den Munt wieder aus atmen.

00:27:55: Kehre zu deinem normalen

00:27:57: Atemrhythmus zurück

00:28:00: und spüre die Entspannung, wie sie bei jedem deiner Atemzüge

00:28:06: durch deinen gesamten Körper fließt.

00:28:23: Folge in deinem Geist den folgenden Worten Mein Kopf darf jetzt eine Pause machen.

00:28:41: Ich muss mich nicht

00:28:43: gesund denken.

00:28:52: mein Körper weiß genau wie Balance geht.

00:29:01: ich bin nicht kaputt ich suche nur Sicherheit.

00:29:14: Mit jedem Ausatmen komme ich im Körper an.

00:29:25: Ich schenke meinem Nervensystem Zeit, der Boden unter mir trägt mich ihm jetzt.

00:29:46: Meine Zellen dürfen sich entspannen – ich halte inne und spüre die Pause.

00:30:07: Mein Körper ist mein sicherster Ort!

00:30:20: Ich darf einfach fühlen.

00:30:32: Jeder Atemzug bringt mich ein Stück mehr in Balance, ich vertraue der Weisheit meines Körpers.

00:30:57: Kleine Schritte führen mich zurück zu mir – ich bin sicher in diesem Moment!

00:31:38: Und jetzt nimm nochmal einen abschließenden tiefen Atemzug durch

00:31:43: die Nase

00:31:46: und spüre wie die Energie wieder in deinen Körper

00:31:48: zurückkehrt.

00:31:51: Mit jedem

00:31:52: weiteren

00:31:52: Atemzug

00:31:53: fühlst du dich immer

00:31:55: wacher, nimmst wieder die

00:31:57: Umgebung und die Oberfläche unter dir

00:31:59: wahr,

00:32:01: hörst wieder Umgebungsgeräusche

00:32:05: Und

00:32:08: sobald du dich dazu

00:32:09: bereit

00:32:09: fühlst, kannst Du in Deinem eigenen Tempo die Augen öffnen und mit neu gewonnener Energie die Gehörten Botschaften

00:32:17: mit in Deinen Alltag nehmen.

00:32:20: Du darfst neugierig sein wie diese Botschafte in dir in den nächsten Stunden und Tagen noch positiv

00:32:27: nachwirken werden – und nun bedanke ich mich bei Dir für's dabei sein bis zum Schluss!

00:32:34: Ich wünsche Dir alles Gute

00:32:35: und bis zum nächsten Mal!

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