Sicherheit im Trauma finden (Serie "Trauma", Ep. 4)

Shownotes

  • Warum wir uns auf dem Weg zu uns selbst nicht von anderen isolieren dürfen.
  • Wie unser Nervensystem evolutionär darauf programmiert ist, im Kontakt mit einem sicheren Gegenüber augenblicklich herunterzufahren.
  • Warum es in menschlichen Beziehungen nicht um Konfliktfreiheit geht, sondern um die gemeinsame Verantwortung für die eigenen Trigger.
  • Wie sich die Dynamik verändert, wenn wir "Ich bin getriggert“ statt" Du bist schuld“ kommunizieren können.
  • Wie das Gehirn alte Schutzmechanismen löscht, wenn wir trotz Angst gehalten und angenommen werden.
  • Praktische Impulse Radikale Ehrlichkeit, Verlangsamung und gegenseitige Validierung.
  • Ein tiefenentspannender Affirmationsteil über Verbindung, gehalten werden und das Ankommen im Wir.

Transkript anzeigen

00:00:05: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge des Podcasts Glücklich, Liebe und Leben.

00:00:11: Mein Name ist Stefanie und dies ist die vierte Folge in der Reihe Trauma.

00:00:17: Und in dieser Folge möchte ich darüber sprechen, warum Trauma das durch andere Menschen entstanden ist.

00:00:24: Auch nur durch anderen Menschen bewältigt werden kann und wie man ein gesundes Fundament will ich es mal nennen für bewusst geführte Beziehungen legen kann trotz unserer Trigger.

00:00:38: Was bewusstgeführte beziehungen bedeutet, werde ich gleich im Verlauf der Folge näher ausführen.

00:00:46: Aber bevor ich das tue, möchte ich erst nochmal über Trauma auslöser sprechen.

00:00:50: Das habe ich ja in den vorangegangenen Folgen schon getan aber nur der Vollständigkeit halber noch mal eine kleine Auffrischung neben so lebenseinschneidenden Events wie Terror oder Naturgewalten also so Tsunamis oder ähnliches sind die meisten, würde ich fast sagen hervorgerufenen Trauma in uns durch andere Menschen hervor gerufen.

00:01:20: meisten Traumata, die wir alle haben.

00:01:23: Da kann man gar nicht dem entkommen auch wenn man positive Erfahrungen gemacht hat in der Kindheit.

00:01:28: Es ist das Trauma was wir in der kindheit erfahren haben durch ja Misshandlungen aber auch durch verlassen werden oder durch Nichtverfügbarkeit der Eltern Oder durch psychische oder Sucht induzierte Abwesenheiten Nicht verfügbarkeiten der Eltern.

00:01:49: Das ist das Trauma, dass jeder von uns empfängt.

00:01:53: Will ich mal fast behaupten auf die eine oder andere Art und Weise?

00:01:57: Aber auch im Alltag kommt es zu Trauma durch andere Menschen also wie zum Beispiel durch Mobbing-Situation, auch Misshandlungen, toxische dysfunktionale Beziehungen, Gaslighting oder Liebesentzug in Partnerschaften, Vertrauensbrüche wie Fremdgehen oder Betrug... unter Freunden.

00:02:20: Das sind so die ja schon fast alltäglichen Traumata, die jeder von uns davon trägt und Traumater in dem Sinne das wenn wir negative Erfahrungen gemacht haben, die uns nachhaltig erschüttern, die dann später sich auf die eine oder andere Art und Weise in unserem Leben als Trigger zeigen.

00:02:45: Wenn einem so einschneidende Erlebnisse widerfahren, die unser Sicherheitsgefühl negativ beeinflussen, dann liegt die Lösung nahe das Vier durch Selbstisolation oder durch Kampf oder Aggression.

00:03:03: Uns versuchen, durch ähnliche Erfahrungen durch andere Menschen zu schützen.

00:03:08: Ein Schutz von Isolation könnte auch aussehen, wie zum Beispiel alles alleine managen zu wollen.

00:03:16: Hyperunabhängig zu sein!

00:03:18: Das Problem mit dem Rückzug, der Isolations-, Hyper-Unabhängigkeit ist allerdings dass wenn wir nicht daran arbeiten und keine Maßnahmen dagegen ergreifen unser Toleranzfenster immer kleiner wird.

00:03:35: Wenn wir also nicht aus dem Wunsch eines natürlichen Bedürfnisses heraus in die Isolation gehen oder hyper unabhängig werden und alles alleine machen wollen, sondern wenn das aus dem wunsch der Vermeidung heraus passiert weil nicht die gleichen traumatischen Erfahrungen machen wollen, wie wir sie in der Vergangenheit gemacht haben.

00:03:55: Wo wir enttäuscht wurden, wo wir verletzt wurden macht das zukünftig immer verstärkter soziale Interaktion mit anderen Menschen problematisch.

00:04:07: Wir sehen das ja nicht nur aber ich denke am deutlichsten in Liebesbeziehungen Wenn wir schlechte Erfahrungen in der Vergangenheit gemacht haben, toxische Beziehungen erlebt haben.

00:04:19: Wenn wir vom Partner betrogen wurden dass wir da Trauma haben erkennen wir daran das wir zukünftigen Partnern mit Misstrauen begegnen.

00:04:28: Dass wir versuchen die Kontrolle über diesen Partner oder diese Partnerin auszuüben, dass sie nicht mehr sich mit männlichen Freunden treffen darf oder mit ihren Freundinnen ausgehen darf Immer wenn ein Trigger in uns ausgelöst wird, wo wir in die Kontrolle gehen.

00:04:44: Wo wir in den Perfektionismus gehen und wo wir ängstlich oder wütend reagieren.

00:04:49: Das ist ein Zeichen dafür dass wir in der Vergangenheit auf die eine oder andere Weise mit einem ähnlichen Thema einen Traum erlitten haben das unser Nervensystem unter Stress setzt Erlebnis in der heute Zeit.

00:05:05: Unser Nervensystem diesbezüglich wieder trickert und das passiert ganz oft auch unbewusst, dass wir nicht dastehen und denken ah ja genau ich reg mich jetzt gerade so auf oder ich werde grad zu wütend oder es tut grad so furchtbar weh weil in der Vergangenheit X Y passiert ist sondern wir spüren den Schmerz meist in der Gegenwart ohne dass wir einen Bezugspunkt sehen oder eine Ähnlichkeit sehen zudem was uns einmal nachhaltig in der vergangenheit verletzt hat Und weil heute dieser Trigger immer noch da ist, ob wir uns bewusst über die Herkunft sind oder nicht, beeinflusst das negativ vor allem unsere Interaktion mit anderen Menschen.

00:05:44: Indem wir eben auf andere aggressiv zu gehen und ungeduldig zugehen, indem wir gereizt sind, Hasskommentare im Internet verbreiten, indem ich uns isolieren, indem in das andere Geschlecht schon unter Generalverdacht stellen und schon das Schlimmste erwarten.

00:06:02: Im schlimmsten Fall kann uns unsere eigene Isolation und unser eigener Rückzug, unser eigenes Misstrauen psychisch krank machen.

00:06:12: Wenn wir Trickerspüren wo wir aggressiv werden, wo wir hasserfüllt werden, Wo wir schreien, wo Wir uns zurückziehen oder Türen knallen oder andere Leute Namen nennen sind das immer Anzeichen dafür dass wir an irgendeiner stelle getrickert sind weil wir an Irgendeiner Stelle traumatisiert sind.

00:06:32: Traumatisiert in dem Sinne, dass wir gelernt haben.

00:06:36: ich bin bei anderen Menschen nicht sicher aber sehr häufig.

00:06:41: Die meisten Menschen sind sich überhaupt nicht bewusst.

00:06:43: Das ist so normal geworden, dass man aufeinander einhackt und ungeduldig und respektlos miteinander umgeht.

00:06:51: Sehr viele Menschen denken sich da schon gar nichts mehr dabei – ich sage gerade mal so Social Media und Online-Kultur!

00:06:56: Der Ton ist so rau geworden und das ist natürlich die Anonymität gepaart mit unseren Triggern negativen Erfahrungen mit anderen Menschen aus der Vergangenheit stammt.

00:07:08: Weil sich die meisten Menschen nicht bewusst darüber sind, tun die meisten auch nichts dagegen.

00:07:13: und selbst die Menschen, die sich bewusst darüber sehen, dass sie gereizt reagieren oder Leute unter Generalverdacht stellen weil sie in der Vergangsschlechte Erfahrung gemacht haben aber die tun auch nix dagegen.

00:07:24: Die nehmen das als Charakterzug an und denken sich so muss die Welthalt sein.

00:07:29: Es gibt wenige Menschen, die begeben sich dann vielleicht in Therapie wenn sie da zu einem früheren Erlebnis eine Verbindung herstellen und nicht mehr so leiden möchten.

00:07:40: Und positive Erfahrungen in der Zukunft machen möchten.

00:07:44: aber die wenigsten sind sich weder dessen bewusst.

00:07:46: noch tun Sie irgendwas dagegen.

00:07:48: Und jetzt kann man sich dann natürlich hinsetzen und kann sagen, okay das ist halt so.

00:07:53: Die Menschen gehen so miteinander um und ich akzeptiere das so dass ich Teil davon bin wobei viele ihren eigenen Anteil daran gar nicht sehen sondern denken ja ich reagier ja nur so weil der andere so reagiert.

00:08:04: Der andere ist ja dran.

00:08:06: schuld wenn wir uns in die Opferhaltung begeben und so das Gefühl haben alles andere da sind hier alle Notäter und die anderen müssen sich verändern bevor ich mich verändern kann.

00:08:15: Das ist eben der Irrglaube dass andere sich verändern müssen, damit mein Trigger nicht ausgelöst wird.

00:08:22: Aber ja das ist halt nicht nachhaltig!

00:08:25: Das wird nicht auf Dauer funktionieren, dass wir alle Menschen um uns herum die ich wieviel sind, vier Milliarden, acht Milliarden Menschen dazu bringen, nicht mehr unsere Trigger auszulösen sondern wir müssen erkennen, dass Wir verantwortlich sind für unsere eigenen Trigger.

00:08:39: Aber wenn wir halt eben nicht in Therapie gehen und uns nicht darüber bewusst werden, wird sich an unseren Triggern nichts ändern.

00:08:47: Und an unserer Reaktion wie wir auf andere Menschen reagieren.

00:08:51: von allein wird das nicht klappen?

00:08:53: Und durch Bewusstwerdung allein woher das kommt und warum wir reagieren wie die wäre reagieren leider Auch nicht.

00:09:00: Der einzige Hebel, den wir haben um mit unseren eigenen Triggern umzugehen und mit unserer eigenen Traumaerfahrung umzugehn sind... andere Menschen.

00:09:11: Und jetzt denkst du dir wahrscheinlich ja witzig, ne?

00:09:13: Weil die alle so arschlöchrig da draußen sind wie soll ich mich denn darunter Kontrolle halten?

00:09:18: Wie soll ich denn da positive Erfahrungen machen?

00:09:20: Du hast eben gerade selbst gesagt, Stefanie der Ton wird immer rauer!

00:09:25: Wo soll ich dann da positive Erfahrung

00:09:26: machen?!

00:09:27: Im Dating mache ich keine positiven Erfahrungen im Zwischenmenschlichen nicht online nicht.

00:09:32: aber leider ist es nun mal so dass durch Menschen verursachtes Trauma Log oder Betrug auch nur durch positive Erfahrungen mit anderen Menschen umgekehrt werden können.

00:09:46: Denn wer gelernt hat, dass er bei anderen Menschen auf die eine oder andere Art nicht sicher ist.

00:09:51: Weil er da verurteilt wird beurteilt bewertet wird weil er zurückgewiesen wird, weil er abgelehnt wird.

00:09:59: der braucht erst überdauernde positive Erfahrungen auch um diesen ja ich will zwar sagen totalitären allumfassenden Glaubenssatz als unwahr wahrnehmen und dann später um formulieren zu können also weg von Ich bin bei anderen nicht sicher.

00:10:16: hinzu, ich bin nur bei Menschen nicht sicher die selbst ungeheilt sind und sich in einer sie überfordernen Situation oder ähnliches befinden.

00:10:27: Weil ansonsten ist alles okay bei mir!

00:10:29: Und diese Menschen sind das eigentliche Problem und nicht ich.

00:10:32: Ich möchte es nur der Vollständigkeit halber erwähnen weil ich das schon den Vorfolgen schon gemacht habe.

00:10:36: neben menschlicher Koregulation funktioniert das natürlich auch mit Tieren so mit Haustieren Dienst im Tierheim oder wo auch immer man da noch mit Tieren in Kontakt kommt und auch mit sensorischem Erleben in der Natur.

00:10:53: Ich glaube, über die Selbstregulationen und Korregulation hatte ich in der dritten Folge gesprochen, die hieß Dein Verstand halt kein Trauma!

00:11:03: Da haben wir darüber gesprochen, wie es uns durch Selbstregulation gelingt, innezuhalten.

00:11:09: Uns über die Dynamik bewusst zu sein und uns dafür zu entscheiden, eine positivere Reaktion zu zeigen statt impulsiv zurückzuschlagen oder ähnliches.

00:11:22: Und dass uns quasi selbst regulieren können, auch indem wir uns an ruhige andere Nervensysteme also andere Menschen halten können.

00:11:34: An die wir andocken und dadurch etwas herunterfahren können.

00:11:38: Ihr werdet schon erlebt haben, dass wenn ihr aufgebracht seid.

00:11:41: Wenn ihr getrickert seid und euer Gegenüber bleibt ruhig und freundlich das es euch mit der Zeit auch gelingt runterzukommen.

00:11:48: aber wenn ihr vielleicht euch über etwas ärgert und diesen Ärger adressiert vielleicht auf eine etwas lautere Art und Weise und der andere reagiert dann aus Selbstschutz dann genauso laut und aggressiv vielleicht Dann schaukelt sich das gegenseitig nur noch mehr hoch.

00:12:02: Das ist jetzt keine Magie oder so, das ist halt ganz normale Evolution biochemisch und neuroplastisch.

00:12:12: Um aber positive Erfahrungen mit anderen Menschen erleben zu können müssen wir lernen aus unserem eigenen Schutzmechanismus von Rückzug oder Isolation hinauszutreten und mehr in eine bewusste Beziehung mit anderen Menschen zu treten.

00:12:31: Und wenn ich bewusse Beziehungen sage, dann meine ich damit bewusst wahrzunehmen was in der Dynamik gerade vor sich geht.

00:12:41: Die meisten von uns die gehen jeden Tag vor die Tür und in die soziale Interaktion und hoffen das Beste dass es nicht eskaliert, dass wir selbst nicht getrickert werden, dass die andern friedlich bleiben damit unsere Tricker nicht gereizt werden.

00:12:55: und doch gehen wir dann bei der kleinsten Kleinigkeit hoch, solange wir uns nicht bewusst darüber sind welche Dynamik davor herrscht was in dem anderen vor sich geht wie unsere Reaktion darauf ist warum unsere Reakktion darauf ist woher wir das vielleicht kennen.

00:13:13: Wir sind so mit anderen Menschen Ansichten, Meinungen, Triggern und Mustern ausgeliefert.

00:13:20: Dass wenn die irgendwas tun sofort unsere Trigger anspringen und wir dann impulsiv aus unserem kindlichen meist Schutzmechanismus heraushandeln zu rückschlagen brüllen also nicht doch auch einige körperlich zurückschlagen, aber mit Worten zu rückschlagen.

00:13:37: Mit Aggressionen reagieren, Namen verwenden, Beschimpfungen verwenden... Wir gehen in den Rückzug oder ähnliches.

00:13:48: verschmolzen mit anderen Menschen, dass es uns nicht gelingt einen Schritt zurückzutreten wenn unser Tricker ausgelöst wird und inne zu halten und uns von dem andern zu distanzieren.

00:13:58: Und die Verantwortung für dessen Verhalten und wie er sich entschlossen hat mit seinem Ärger oder was auch immer seiner Frustration oder seine Enttäuschung umzugehen bei ihm belassen und lieber unseren Fokus darauf richten wie wir uns entscheiden wollen auf dessen Reaktion zu reagieren.

00:14:17: Also nun mal so ein Beispiel, stell dir vor du... So das Klischee.

00:14:22: Du bist ein Mann und deine Frau regt sich darüber auf, dass du immer dein Geschirr... Dein Benutztes Geschirren die Spüle stellst oder auf die Ablage stellst statt gleich in die Spülmaschine rein.

00:14:33: Und sie agiert sich darüber weil sie muss das dann auch nochmal anfassen und die Spümaschine aufmachen, das Geschirn reinstellen.

00:14:39: Warum muss ich dir das hinterher räumen?

00:14:42: Warum stellst du das nicht immer in die Sprühmaschine?

00:14:44: Und eines Tages sieht sie wieder das geschirr Das schmutzige Geschirf von dir oben und sie wird richtig sauer, sie wird so richtig gereizt.

00:14:54: Kloppt ihr irgendein Spruch dran und sie verwendet Wörter wie immer oder nie?

00:14:59: Machst du das, was ich dir

00:15:00: sage?".

00:15:01: Und mit diesen Generalisierungen triggert sie etwas bei dir.

00:15:04: Mit dem Vorwurf wahrscheinlich fühlst du dich ertappt, fühlt es dich behandelt als ein kleines Kind.

00:15:10: Das erinnert dich unbewusst daran, wie deine Mutter immer mit dir geschimpft hat und der du nie was Recht machen konntest die dich ganz oft ungerechtfertigt auch angeklagt hat.

00:15:20: Das Wort immer und nie.

00:15:22: machst du das dass Trigger dein Widerspruch, weil das stimmt ja nicht.

00:15:26: Du machst es ja hin und wieder mal ... Und du wirst ärgerlich!

00:15:30: Das löst ein Trigger bei dir aus.

00:15:33: die Zurückweisung, die Enttäuschung, Die Abwertung aus deiner Kindheit zusammen ist mit der Historie, die du mit deiner Partnerin möglicherweise über die letzten Wochen, Monate oder Jahre auch gesammelt hast, dass sich immer dann so hochschaukelt.

00:15:47: Da reagierst du dann unter deinen ... Trigger springt an und da reagierst du dann mit Gegenangriff, mit Verteidigung, mit Rechtfertigungen.

00:15:58: Mit ja vielleicht sogar mit zukünftigen Perfektionismus wenn du eher nicht so der extrovertierte bist sondern der introvertierte, mit Schweigen, mit Kälte in eine bewusste Beziehung mit deiner Partnerin zu treten würde Deuten, in dem Moment wo deine Partnerin aufgebracht ist und ihr schon wieder hat der doch da sein Geschirr dahingestellt.

00:16:21: Was bin ich für ihn?

00:16:23: Bin ich dann nur seine Hausfrau?

00:16:26: Und die regt sich da so auf und du atmest jetzt mal tief durch und trittst mal innerlichen Schritt zurück und beruhigst dich, und erkennst idealerweise das Frustration oder Stress oder Überforderung bei deiner Freundin, bei deine Partnerin dazu geführt hat.

00:16:44: Dass sie so heftig reagiert, dass ihr vielleicht einen unfähren Vorwurf macht, dass sie generalisiert was ja nicht der Wahrheit ist und dass das alles zu diesem Angriff geführt nicht der Ton, den sie beschlossen hat oder entschieden hat in diesem Zusammenhang zu verwenden nichts mit dir zu tun haben.

00:17:06: Und dass du dann erkennst ja wo liegt denn deine Verantwortung in der Sache und die liegt ja wenn du ehrlich mit ihr bist da drin das Ja Sie hat hier öfter dich drum gebeten dass du dein Geschirr gleich in die Spülmaschine räumst und ja Du hast es jetzt wieder nicht gemacht aus welchen Gründen auch immer.

00:17:23: Das ist Dein Anteil an der Sache.

00:17:26: Und wie ich in Folge drei mit der Selbstregulation schon beschrieben habe, wenn es dir jetzt gelingt wenigstens nur einen Sekunden Bruchteil innezuhalten und den Impuls zu unterdrücken selber laut zu werden oder in die Verteidigung oder Rechtfertigung zu gehen.

00:17:40: Sondern mal aktiv durchzuatmen und dann irgendwas in der Art zu sagen okay Moment Mal Ich werde mir gerade bewusst darüber.

00:17:47: Sie hat recht!

00:17:48: Ich habe ein Fehler gemacht aber Der Ton ist nicht ok von ihr.

00:17:53: Aber ich entscheide mich trotzdem nicht auf die gleiche Art und Weise zurückzuschlagen.

00:18:07: Und das passiert natürlich nicht über Nacht.

00:18:26: Dazu braucht es halt verschiedene Übungsmomente, wo wir das ausprobieren dürfen und wo die Lücke zwischen Trigger- und Impuls über die Zeit immer größer wird.

00:18:38: Das wird dann zu einem transformativen Moment!

00:18:41: Und das ist eben diese korrigierende Beziehungserfahrung, die ich angesprochen habe.

00:18:46: Durch diese Bewusstwerdung wessen Anteil liegt eigentlich auf wessen Seite und durch unsere Abgrenzung können wir unseren eigenen Trigger ein Stück weit vielleicht beruhigen und unser altes impulsives Schutzprogramm damit verlassen und dadurch verhindern dass wir diese Dynamik, die durch unsere Schutzmuster erhalten, weiter eskanieren lassen und die Seiten weiter verherben.

00:19:14: Weil wir haben das ja alle mit Sicherheit in der Vergangenheit gelernt dass wenn wir genauso impulsiv und aggressiv oder mit Rückzug oder wie auch immer auf eine ungerechtfertigte oder frustrierende Ansprache reagieren, dass sich die Sache nur noch hochschaukelt und dann im richtigen Krach oder in Rückzug Deeskalierend kriegen wir es ja am seltensten hin.

00:19:41: Aber damit mit so einem überlegten, bewussten Interaktion in diesem Moment wo wir getrickert sind gelingt es uns deeskalieren zu wirken!

00:19:50: Wir können keine Garantie dafür übernehmen weil wir keinen Einfluss darauf haben wie unser Gegenüber darauf reagiert.

00:19:56: aber ich persönlich kann euch versichern wenn es uns gelingt innezuhalten zwischen Trigger und Impuls Wenn es uns gelingt ruhiger mit der Zeit zu reagieren ohne Gegenvorwurf, ohne Gegenangriff, ohne Rückzug.

00:20:10: Desto schneller und einfacher wird sich auch unser Gegenüber

00:20:16: beruhigen.".

00:20:17: Und damit vermeiden wir so negative Beziehungspingpongs wie wir das in der Vergangenheit sicherlich alle schon erlebt haben – weil ohne Treibstoff da kein Konflikt!

00:20:29: Und möglicherweise entdecken wir dann auch, dass wir gar nicht so ohnmächtig den Angriffen anderer Menschen ausgeliefert sind.

00:20:38: Weil es löst ja ein Gefühl der Ohnmacht in uns aus – immer wenn Impulse anspringen!

00:20:43: Löst das in uns eine Haltung?

00:20:46: Ein Gefühl von Machtlosigkeit bis hin zur Ohnmahtaus.

00:20:51: Unser Trigger wird ausgelöst und unser Impuls springt sofort an.

00:20:54: Und wir haben uns nicht unter Kontrolle, und ich behaupte einfach mal dass die meisten von uns im Nachhinein sich wünschten sie hätten dem Impuls nicht nachgegeben das sich viele von uns wünschen.

00:21:05: Sie hätten sich ein bisschen besser unter Kontrollen.

00:21:07: und es ist nicht um zielführend sich da auch noch Vorwürfe zu machen Dass unser impuls anspringt wenn unser trigger ausgelösst wird.

00:21:16: Es ist hilfreicher mit fühlend mit uns selbst zu sein und zu erkennen, dass wir hier getriggert wurden.

00:21:24: Dass hier irgendeine Traumererinnerung ausgelöst wurde mit dieser Erkenntnis der Übung, wo wir immer mehr Lücke, immer mehr Zeit zwischen den Trigger und den impulsiven Reaktionen für uns herausschlagen, desto mehr entsteht auch in uns das Gefühl Macht zurückholen zu können.

00:21:47: Dass wir kein Opfer sind von irgendwelchen ungerechtfertigten Angriffen anderer Menschen sondern dass wir proaktiv und bewusst gestalten können wie wir in Kommunikation mit anderen treten Wie die Anderen sich entscheiden kommunizieren.

00:22:02: Dieser Entscheidung müssen wir bei den anderen lassen, aber wir haben wenigstens ein bisschen Kontrolle darüber in dem wir unsere eigene Reaktion darauf steuern die dann hoffentlich etwas ruhiger ist.

00:22:13: über die Zeit mit der Übung werden wir immer positive Erfahrungen machen.

00:22:19: Wir werden nämlich nicht nur lernen irgendwann im Idealfall dass der andere dann auf unsere Reaktionen wieder ruhigere reagiert sondern Wir werden unsere... eigene Trauma-Autobahn, will ich das mal nennen.

00:22:35: Verlassen und eine neue Erfahrung machen.

00:22:38: Also Trauma Autobahn damit meine ich... Da wird ein Trigger ausgelöst und unser Impuls ist sofort zurückzuschlagen oder uns zu rechtfertigen oder in den Rückzug zu gehen.

00:22:49: Das sind unsere Autobahnen die also automatisch kommt wo wir gelernt haben dass jeder Konflikt eine Katastrophe ist in uns verankert, weil wir diese negative Erfahrung in der Vergangenheit gemacht haben.

00:23:05: Wenn wir aber eben durch die Selbstregulation und durch die Coregulation mit einem ruhigen Menschen oder weiß ich nicht, durch mal abreagieren in der Natur.

00:23:17: Wenn wir auch mal positive, also neue Erfahrungen gemacht haben dann entwickeln sich neue Nervenbahnen in uns die sich sicherer anfühlen und die unsere alte Autobahn überschreibe.

00:23:30: Und psychologisch passieren da auch ganz interessante Sachen weil sobald es uns gelingt einmal innezuhalten und auch danach nach dem Event mal zu reflektieren warum wir eigentlich immer in dieser Situation getriggert sind, woher kennen wir diesen Schmerz?

00:23:45: Können wir unser inneres Kind nachbeeltern indem wir Verantwortung für unsere Trigger übernehmen.

00:23:53: Indem wir sagen dieses Gefühl dass ich mich so aufrege wenn meine Partnerin so von oben herab mit mir spricht oder mich wie ein Kleinkind behandelt dieses Gefühl das es in mir auslöst das gehört mir!

00:24:06: Das wird zwar durch einen Wort oder durch den Ton meiner Partnerin getriggert aber Es ist das Gefühl an sich, dass es mir ausgelöst wird.

00:24:15: Das gehört mir und ich lass nicht meine Partnerin dafür büßen, dass sie diesen Trigger in mir auslöstert.

00:24:21: Dass ich mir wie ein gescholtenes Kleinkind vorkomme.

00:24:24: Und ich kümmere mich selbst um meine Gefühlsregulationen.

00:24:28: Ich sorge gut für mich.

00:24:30: Also sorgen zum Beispiel, dass wir offen kommunizieren.

00:24:33: Dass wir sagen du, ich merke gerade, ich bin nicht in der Lage jetzt mit dir ruhig zu kommunizier'n.

00:24:41: hier beenden, aber ich muss mich mal kurz zurückziehen und erstmal zur Ruhe kommen.

00:24:45: Lass uns doch in zehn Minuten noch einmal drüber sprechen wenn wir uns beide beruhigt haben.

00:24:49: tut mir Leid!

00:24:50: Das ist Sorge dass man sich zurückzieht das aber nicht auf eine beleidigte Art und Weise tut sondern kommuniziert.

00:24:58: Und es ist auch wichtig, dass wir keine Erwartung haben an den anderen.

00:25:03: Dass der unsere Trigger nicht mehr auslöst!

00:25:05: Weil man könnte ja jetzt auch reagieren und sagen du weißt was?

00:25:09: Du bist selbst dran.

00:25:10: schuld das ich mich gerade so aufrege und dass ich jetzt... Ich mach' das schon trotz nicht mehr das Geschehr in die Spülmaschine weil durch dein ständiges Nörgeln machst du mich so sauer.

00:25:19: ich hab überhaupt gar kein Bock das gescheher in die spülmaschine zu stellen.

00:25:22: Lösst du meine trigger nicht aus dann stelle ich auch das geschirr in die sprühmaschine.

00:25:26: So funktioniert das natürlich nicht.

00:25:28: Weil wir keinen Einfluss darauf haben, wie andere Menschen entscheiden sich zu verhalten.

00:25:33: und der Trigger, der bei uns ja ausgelöst wird, der stammt ja aus unserer Historie weil wir etwas erlebt haben und weil wir was erlebt haben liegt die Verantwortung damit umzugehen auch bei uns und nicht bei dem anderen, der gefälligst sicher auf eine gewisse Art und Weise zu Verhalten hat damit wir nicht mehr getriggert werden.

00:25:49: Weil willst du vier Milliarden Menschen dazu bringen diese eine Sache nicht zu tun nur damit du nicht mehr gedriggerd wirst?

00:25:56: Also du spürst schon, bei wem die Verantwortung da eigentlich liegt.

00:26:00: Es ist so wichtig, dass wir erkennen inwiefern wir mit der anderen Person verschmolzen sind.

00:26:05: Weil wir abhängig von deren Meinung, von deren Laune und von ihren eigenen Trickern auf unserer Seite reagieren.

00:26:15: Und diese Verschmelzung darf aufgelöst werden!

00:26:19: Wir dürfen etwas mehr in die Distanz kommen und uns nicht mehr von dem anderen zu trickern lassen.

00:26:24: Von dem sein Verhalten, von deeren Ansichten usw.. auch zu erkennen, dass der andere kein Gegner ist.

00:26:32: Nur weil er gerade mal gelaut geworden ist oder nur weil er grade mal ungerecht geworden ist?

00:26:38: Er ist kein Gegener, der bekämpft werden muss sondern jemand, der seine eigenen Trigger hat, der seiner eigenen Frustrationen hat und traumatischen Erlebnisse.

00:26:48: Und wenn es uns gelingt aus dieser Verschmelzung herauszutreten... Wenn es uns gelingt etwas mehr in die Distanz zu gehen, wenn es ums Gelingt die Verantwortung für unsere eigenen Gefühle, für unsere eigenen Trigger zu übernehmen.

00:27:00: Wenn es uns gelingt, uns nicht selbst als Opfer und den anderen als Gegner anzusehen dann entsteht Raum für Echte wahrhaftige Nähe, weil jeder Konflikt treibt uns auseinander.

00:27:13: Jedes nörgeln, jeder streit und die Distanz zwischen den Partnern wird immer größer.

00:27:20: und die Lösung ist nicht zu schweigen und alles unter den Teppich zu kehren sondern die Lösung isst es konfliktefrei anzusprechen.

00:27:28: Ich erwähnts nochmal das guckt mal in die gewaltfreie Kommunikation nach Marshall Rosenberg.

00:27:34: Das ist ein drei-Stufen Ansatz von sachlich die Situation schildern.

00:27:41: In der Ich-Sprache, ich habe beobachtet und für allgemeinerungen vermeiden immer nie oft häufig das würde ich

00:27:48: rauslassen.".

00:27:49: Der zweite Schritt ist dann sagen was wir Gefühle auslöst, was diese Beobachtung für Gefühlen in uns auslöst?

00:27:55: Der nächste Schritt ist einen Wunsch zu äußern!

00:27:58: Ich würde mir wünschen dass wir da vielleicht das nächste Mal mehr in Ruhe drüber sprechen.

00:28:02: und der vierte Schritt eigentlich sind es drei aber vier ist dem Bitte auszusprechen Können wir bitte das nächste Mal, wenn wir wieder so in Streit und in Hitze geraten, uns eine Auszeit von zehn Minuten nehmen.

00:28:13: Dass solche Gespräche, dass bringt Nähe zwischen Partnern, zwischen Menschen und nicht das Verschweigen von Konflikten oder auch nicht das Ausleben von aggressiven Konfliken?

00:28:25: Ich möchte nachdem ich jetzt dieses Beispiel bis zur Erschöpfung durchexerciert habe euch kurz die drei Säulen für den sicheren Raum geben, indem eine solche konfliktfreie Auseinandersetzung möglich ist.

00:28:43: Und der erste Schritt und das ist der schwierigste Schritt, der beginnt... Wie gesagt, mit uns selbst dass wir die Verantwortung für unseren eigenen Anteil übernehmen.

00:28:56: Dass wir den erst mal sehen aber das wird dann auch radikal ehrlich damit sind wie ich gesagt habe dass wir in Ich-Botschaften sprechen und dass wir dem anderen keine Vorwürfe machen dass wir das nicht gegeneinander aufrechnen sondern dass wir gradikal ehrlich darüber sind welcher Auslöser auf unserer Seite liegt welcher Anteil von uns zu verantworten ist.

00:29:18: Diese radikale Ehrlichkeit, seien wir doch mal ehrlich.

00:29:21: Die geht nicht ohne dass wir uns verletzlich zeigen!

00:29:25: Die meisten Streitigkeiten entstehen dadurch das wir versuchen der Stärkere zu sein.

00:29:30: Dass wir uns versuchen nicht unterkriegen zu lassen.

00:29:32: Das wir dieses Gefühl von Ohnmacht und von klein zu sein ausmerzen wollen indem wir versuchen die Oberhand über den anderen zu gewinnen dem wir gegen Vorwürfe machen oder selbst laut werden.

00:29:44: Aber Verletzlichkeit ist an dieser Stelle wichtig, weil ohne Verletzlichkeit kannst du keine Verantwortung für deine Trigger übernehmen oder für deinen Anteil an den Konflikten übernehmen.

00:29:54: Wenn du nicht... bereit bist, dich verletzlich zu zeigen.

00:29:58: Wenn du nicht bereit bist dich zu entschuldigen und zu sagen ja ich sehe das total dass sich da ein Fehler gemacht habe wenn du dahingehend eher im Vorwurfmodus stecken bleibst dann wirst du nicht die positiven Effekte der Deeskalation erleben.

00:30:14: damit wirst Du nicht positive Erfahrungen von Deescalation machen sondern weiterhin und wiederholt die bisher bekannten negativen Erfahrungen durch Eskalation Gefühle machen.

00:30:26: Also radikale Ehrlichkeit, radikal Verletzlichkeit macht dich nicht größer!

00:30:32: macht dich kleiner.

00:30:34: Und das fühlt sich nur bei den ersten Malen nicht nur ungewohnt, sondern gefährlich an!

00:30:39: Aber ich habe gemerkt, dass nimmt sofort die Luft aus jedem Konflikt.

00:30:43: Weil der Konflik schaukelt sich ja erst hoch indem wir die Verantwortung gefühlt ablehnen.

00:30:48: Indem wir nicht sagen Ja hab' ich gemacht Ich räume meinen Fehler ein Sondern in dem wir sagen Nee das ist ganz anders Das siehst du falsch Das is überhaupt nicht so.

00:30:56: Da schaukelt sich es erst hoch.

00:30:58: aber wenn wir uns kleinermachen und verletzlich machen eigentlich nicht tun, aber es fühlt sich so an.

00:31:04: Indem wir sagen ja das ist mein Anteil da habe ich scheiße gebaut!

00:31:07: Das tut mir echt leid.

00:31:08: können wir erst deeskalierend wirken und damit positiverer Erfahrungen machen?

00:31:13: Dann ist die zweite Säule in einem solchen Konflikt das Tempo aus diesem konflikt rauszunehmen also durch bewusste pausen nicht nur durch die lücke zwischen trigger & impulse sondern auch durch...also möglicherweise möglichst keinen Rückzug, aber manchmal ist es auch wichtig einen Rückzug anzutreten.

00:31:32: Aber dann bitte mit Kommunikation!

00:31:34: Weil wenn wir merken... dem Streit überfordert.

00:31:38: Wir wollen da raus und dann sagen wir was Gemeines, drehen uns um und gehen weg?

00:31:43: Dann können wir natürlich wieder die Trigger bei unserem Partner auslösen der diese Kindheitstrauma erlebt wo er auch als Kind verlassen wurde und nicht gehört wurde.

00:31:53: aber wenn wir darüber kommunizieren wenn wir sagen du ich brauche mal zwei Minuten Pause lassen oder zehn Minuten lass uns mal kurz Pause machen Ich merke gerade wie mich das hier anstrengend wie mir das wütend macht und das möchte ich nicht was da in Ruhe zu sagen, lass uns doch mal jetzt zehn Minuten Pause machen.

00:32:09: In zehn Minuten treffen wir uns wieder hier und reden in aller Ruhe darüber.

00:32:12: Pärchen, die das schon länger üben können auch ein Stoppzeichen miteinander ausmachen, Hand heben oder den Finger auf die Lippen legen.

00:32:20: man muss nur vorsichtig sein.

00:32:21: Das sollten beide Partner miteinander absprechen damit es dann nicht wieder so triggend wirkt.

00:32:26: Und das bedeutet dann sechzig Sekunden Pause Mal durchatmen.

00:32:30: Es gibt noch die Möglichkeit dass man ganz bewusst in Kontakt mit dem anderen geht gerade den Konflikt hat, entweder indem man räumlich die Position tauscht, indem ihr euch da beide grad gegenübersteht.

00:32:43: Telefonisch geht das dann natürlich nicht, klar.

00:32:45: Dass ihr euch auf die Stelle stellt wo der Partner eben gerade noch gestanden hat dieser Perspektivwechsel hilft häufig sich aus der Situation raus zu reisen aus diesen emotionalen Moment.

00:32:57: oder dass man sich nebeneinander irgendwo hinsetzt statt gegenüber.

00:33:01: Oder dass man Sich einmal wortlos bei den Händen hält und für drei tiefe Atemzüge einfach nun mal in sich hinein lauscht den Herzschlag mal wahrnimmt oder dass man generell bei solchen Konflikten die Regel hat, das man immer erst antwortet nachdem er fünf Sekunden bewusst geschwiegen hat.

00:33:20: Das sind solche somatischen Interventionen, die hilfreich sein können für den Moment wo die Gefühle hoch schlagen.

00:33:27: und die dritte Säule ist ganz ganz ganz wichtig die Sicht und den Schmerz des anderen anerkennen Und Achtung, vor allem auch dann wenn wir selbst ihn rational nicht verstehen können oder nicht verstehen wollen.

00:33:47: Weil immer dann, wenn wir etwas adressieren ... Egal in welchem Ton wir das tun.

00:33:52: Auch wenn er nicht angemessen ist, wollen wir doch gehört werden?

00:33:55: Sonst hätten wir den Mund nicht aufgemacht.

00:33:57: In dem Beispiel mit dem schmutzigen Geschirr in der Spüle möchte die Frau ihren Frust äußern.

00:34:03: Sie fühlt sich nicht geliebt und ernst genommen übergangen, weil der Mann wieder das Geschirrr statt in die Spülmaschine auf die Ablage stellt.

00:34:12: Deswegen macht sie den Mund auf und sagt etwas.

00:34:15: Ist der Ton vielleicht ... nicht in Ordnung, wahrscheinlich hat sie die nicht so netten Worte benutzen möglicherweise auch das.

00:34:22: Aber was sie doch eigentlich möchte ist, sie möchte verstanden werden.

00:34:26: Sie möchte eigentlich sagen Schau mal ich bin hier echt frustriert Ich fühl mich verletzt!

00:34:30: Ich fühle mich übergangen.

00:34:32: Deswegen schaukeln sich die Konflikte dann so hoch, wenn der Partner durch sein Verhalten oder seine Worte signalisiert.

00:34:38: Das ist doch alles Quatsch was du da sagst!

00:34:40: Ich mach das doch nicht absichtlich!

00:34:42: Warum reagierst Du so empfindlich?

00:34:44: Das sind alles Reaktionen, die den Schmerz nur verstärken Wenn der Partner aber in so einer Situation sagen würde... und anzusprechen, wird er mit Sicherheit sofort feststellen wie angenehm deeskalierend das wirkt.

00:35:08: Das sind die drei Säulen der Deeskalation.

00:35:12: So!

00:35:12: Das war alles was ich zur heutigen Folge dazu sagen möchte.

00:35:16: Ich möchte aber kurz nochmal zusammenfassen.

00:35:18: Wir haben darüber gesprochen warum die meisten Trauma.

00:35:22: Wir eigentlich überhaupt nicht als Trauma wahrnehmen, aber das immer dann wenn wir einen Tricker verspüren der uns wütend macht und frustriert wo wir laut werden oder wo wir weglaufen wollen oder zurückschlagen.

00:35:33: dass das aus einer traumatischen beziehungsweise aus einer negativen Erfahrung der Vergangenheit herrührt die unser Nervensystem in Alarmbereitschaft setzt und wo wir heute noch unverarbeitet automatisch ein Trigger spüren, der eine impulsive Reaktion hervorruft.

00:35:51: und dass die meisten dieser vergangenen negativen Erfahrungen durch Erfahrungen mit anderen Menschen entstanden sind.

00:35:58: Und das diese negatimen Erfahrungen von uns nicht weggemacht werden können!

00:36:04: Dass wir vermutlich niemals diese Trigger loswerden Und das ist wichtig, dass wir lernen durch positive Erlebnisse mit anderen Menschen sukzessive die Sicherheit zurückzugewinnen.

00:36:19: Dass Konflikte oder solche Situationen Momente in denen unsere Tricke hervorgerufen werden nicht in einem Kampf ausarten müssen.

00:36:28: Nicht in einer weiteren Traumatisierung!

00:36:31: Nicht in einen weiteren Drama resultieren müssen.

00:36:34: und dass es nicht zu solchen positiven kommen kann, wenn wir A entweder in die Isolation ständig gehen B solche Konflikte vermeiden oder C unser bisheriges Muster wie wir auf Trigger reagieren weiterhin abspulen.

00:36:52: Und das ist wichtig ist dass wir mal reinschauen woher denn diese Trigger eigentlich kommen und durch Selbstregulation üben eine Pause zwischen Trigger und impulsiver Reaktion hinein zu bringen und dann eine bewusste und positive Reaktion auf den Trigger zu finden.

00:37:12: Nicht nur indem wir ruhiger reagieren, sondern dass wir auch radikal ehrlich mit uns selbst sind unseren eigenen Anteil erkennen und benennen und das Erleben des Gegenübers wahrnehmen und anerkennen und bestätigen!

00:37:30: Und das schaffen wir eben nur, wenn wir aus dieser Opferhaltung heraustreten und erkennen dass der andere kein Angreifer sind.

00:37:39: Sondern dass jeder von uns auf beiden Seiten Trigger hat die aus Überforderungen der Vergangenheit resultieren und wo wir beide lernen dürfen aber nicht erwarten dürfen dass der Andere daran arbeitet unvernünftig oder ruhiger reagiert.

00:37:57: Wir haben nur die Kontrolle unsere Seite, über unseren Anteil.

00:38:02: Und ich hoffe dass diese Folge auf gewisse Weise zu Erkenntnis und Bewusstsein geführt hat aber auch einen gewissen Level an Erleichterung bringt zu erkennen das Konflikte kein Kampf sind und dass das gelernt werden kann ruhiger in Konflikten zu reagieren und wie angenehmes sich anfühlt wenn man ein Menschen gefunden hat mit dem ein solcher Austausch kein Kampf sein muss sondern wobei auf ihren Seiten das üben, in ruhigerer Art zu reagieren mehr Verantwortung für die eigenen Anteile zu übernehmen um sich nicht gegenseitig zu bekriegen sondern ganz offen und verletzlich auf den anderen zuzugehen und dadurch näher herzustellen.

00:38:45: Und damit bedanke ich mich wieder fürs dabei sein und zuhören!

00:38:49: Ich freue mich wenn ihr mich auf instagram besucht unter gll.de GLL für glücklich, lieben und leben.

00:38:58: Und mir ein Kommentar hinterlasst oder mir einen Thema vorschlagt über das ihr gern mal gesprochen haben möchtet.

00:39:06: Jetzt wünsche ich euch noch eine gute Zeit!

00:39:08: Ich würde mich freuen, euch bei der nächsten Folge wieder begrüßen zu dürfen.

00:39:12: Bis bald!

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